Schweppes Coconut
Von unserem Ausflug in den Süden haben wir aus einem französischen Supermarkt eine Flasche Schweppes Coconut mitgebracht. Sowas kennen wir hier nicht. Oder hat die schon mal jemand in einem norddeutschen Supermarkt gesehen? Wir fanden es eine faszinierende Version von Schweppes und auch wenn es uns schon gruselte als wir die Flasche aus dem Regal nahmen, die musste mit.
Die Farbe, dieses Weiß, ist schon verdächtig. Wer schon mal richtigen Kokosnusssaft getrunken hat, der weiß, dass dieser eher klar ist. Aus der Flasche strömt ein deutlich künstlicher Kokosduft. Es gibt ab und zu in Asia-Läden so kleine Fläschchen mit Kokosaroma. Die riechen ähnlich. Und sie schmecken auch so, denn beim Geschmack hat Schweppes auf den in unseren Breiten bekannten Kokosgeschmack getrockneter Raspeln gesetzt, der doch ganz anders ist als Saft aus einer frischen grünen Kokosnuss. Leider ist das Ganze dabei so künstlich aromalastig und auch süß geworden, dass ich dieser Schweppes einfach nichts abgewinnen kann. Ich könnte mir eher vorstellen, wenn man genug Eiswürfel und einen guten Schuss Rum dazu gibt, dann könnte es schmecken.
In: Essen & Trinken · Schlagworte: Frankreich, Kokos, Schweppes
Nescafe Green Blend
Vor einiger Zeit trudelte mir ein Probepäckchen Nescafe Green blend ins Haus. Das Päckchen sieht nicht anders aus, als die üblichen Instant-Päckchen, diese länglichen für eine Tasse. Doch der Inhalt ist dieses mal nicht nur gerösteter Kaffee sondern auch grüner. Foodfreak sagte spöttisch: “Jetzt verkaufen die auch das, was nicht ordentlich geröstet wurde.” In der Tat scheint es aber wirklich so zu sein, dass hier neben 65% Röstkaffee noch 35% grüne Kaffeebohnen zu Instant-Pulver verarbeitet wurden.
Die Zubereitung entspricht dem üblichen: Tüte in die Tasse, heißes Wasser drauf, umrühren, fertig. Nach dem ersten Schluck kann mir Nescafe viel erzählen von “schützenden Antioxidantien” und “Genuss, der gut tut”. Das Zeug schmeckt einfach nicht. Ich habe schon einiges an schlechtem Airline-Kaffee getrunken und das hier toppt alles. Unter gutem Kaffee stelle ich mir was anderes vor.
In: Kaffee · Schlagworte: Kaffee, Nescafe
Schwarzes Echo – Michael Conelly
Harry Bosch hat schon einiges mitgemacht. Erst war er Tunnelratte in Vietnam, dann arbeitete er sich beim LAPD zum Detective im Morddezernat hoch. Doch dann macht er einen Fehler. Er erschießt einen Verdächtigen. Auch wenn es aus seiner Sicht Notwehr war, hat ihn erst ein mal die Interne Ermittlungsabteilung am Haken. Und die wird er nie wieder los, denn sie haben sich ihn als Opfer ausgesucht. Auch heute, Zwangsversetzt ins unbeliebte Hollywood Department, nicht nur Abstiegsort der schönen und reichen, sondern auch der genauen Gegenseite. Die Heruntergekommenen, die Armen, Prostitution und Gewalt begleiten das Leben von Bosch.
Als in seinem Bezirk eine Leiche in einer Röhre gefunden hat, sagt Boschs Instinkt ihm sofort, dass etwas an der Sache nicht stimmt. Alle anderen wollen den Leichenfund als Junkie, der sich den letzten Schuss gesetzt hat, abtun, doch Bosch lässt nicht los. Dann findet er noch heraus, dass er den Toten aus Vietnam kennt und gerät in Gewissenskonflikte. Doch er setzt alles daran, den Fall aufzuklären.
Mit Hilfe, jedoch nicht mit guter Zusammenarbeit, des FBI kann er seinen Mordfall mit einem ein Jahr alten Banküberfall in Verbindung bringen. Als er dann auch noch eine Verbindung zurück nach Vietnam zieht, geht ihm sozusagen ein Licht auf. Ein weiterer Banküberfall steht bevor und er weiß nicht, wem er trauen kann.
“Schwarzes Echo” ist der erste Connelly mit Harry Bosch als Protagonist. Doch beim lesen erscheint mir das nicht so. Es kommt mir vor, als würde Connelly seinen Bosch schon Jahrzehnte kennen. Heraus kommt dabei ein solider Krimi, der bis zum Ende spannend bleibt. Oft ist es so, dass ich nach einem Drittel oder der Hälfte sagen kann, wer der Täter ist. Doch hier nicht. Erst in den letzten Abschnitten lüftet sich der Schleier und Connelly packt ein wirklich glaubwürdigen Schluss aus. Mir gefiel dieser Krimi sehr gut. Wenn mein Lesestapel kleiner wird, kann ich mir ja mal den nächsten Band zulegen.
In: Bücher · Schlagworte: Belletristik, Harry Bosch, Krimi, Michael Connelly
Henry Lambertz Schoko-Spekulatius-Stäbchen
Von der Aachener Printen- und Schokoladenfabrik Henry Lambertz GmbH & Co haben wir diese Schoko-Spekulatius. Wir haben sie direkt im Laden des Unternehmens in der Aachener Innenstadt gekauft. Später stellten wir dann fest, wir waren auf dem Weg zum Lindt-Werksverkauf, dass es auch einen Werksverkauf von Lambertz gab und ärgerten uns etwas, da wir im Werksverkauf sicher weniger gezahlt hätten.
Nach gefühlten Jahren nach dem Kauf habe ich endlich die Spekulatius-Stäbchen probiert. Und die schmecken. Sie sind leicht weich, nicht ganz so fest und knusprig, wie einige Spekulatius, wohl vom letzten Jahr, verkaufen. Der Geschmack ist herrlich schokoladig. Man merkt, hier wurde was ordentliches verarbeitet. Die Süße hält sich mit dem herben Schokoladengeschmack die Waage. Sehr schön. Beitrag weiterlesen »
In: Schokolade · Schlagworte: Aachen, Gebäck, Schokolade, Spekulatius
The Final Cut
The Final Cut – Dein Tod ist erst der Anfang ist ein SciFi-Thriller aus dem Jahr 2004, mit Robin Williams in der Hauptrolle.
Der Final Cut ist der letzte Schritt bei der Produktion eines Films. Für Alan Hakman (Robin Williams) gehört diese Technik zu seiner täglichen Arbeit bei der Firma „Zoe Technologies“. Aber er bearbeitet keine Spielfilme, sondern die Erlebnisse individueller Personen. Diese wurden während des gesamten Lebens eines Menschen auf einem im Gehirn implantierten Mikrochip gespeichert. Nach dem Tod betätigt sich Hakman als Cutter und stellt aus den Aufnahmen eine Art Spielfilm zusammen, der den Angehörigen zur Erinnerung dient und als so genannte „Rememory“ bei der Trauerfeier zur Beisetzung uraufgeführt wird.
Für Cutter gelten drei Regeln:
1. Ein Cutter darf Zoe-Filmmaterial weder verkaufen noch weitergeben.
2. Ein Cutter darf kein Zoe-Implantat haben.
3. Ein Cutter darf kein Zoe-Filmmaterial aus verschiedenen Leben zu einer Rememory zusammenschneiden.
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In: Filme & Serien · Schlagworte: Drama, Robin Williams, Science Fiction
Lindt Excellence 85% Cacao
Nach der 90%igen musste ich auch die 85%ige probieren. Aus der gleichen Serie, Excellence, und mit ähnlicher Zutatenliste tritt sie an.
Das Gefühl im Mund ist dann auch ähnlich. Leicht krümelig wirkt die Schokolade, die nur sehr langsam auf der Zunge schmilzt. Das kommt wohl vom Kakaopulver, das in der Liste der Zutaten aufgeführt ist. Der Geschmack ist etwas besser und hat ein leicht rauchiges Aroma. Leider schmeckt auch hier wieder die zugesetzte Vanille raus.
Sehr schade ist es, dass wir auch hier keine “reine Schokolade” erhalten. Drin ist: Kakaomasse, fettarmes Kakaopulver, Kakaobutter, Rohrohrzucker, Vanille.
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Zitronensorbet
Für den Spätsommer lohnt es sich durchaus, noch einmal die Eismaschine für eine erfrischende Köstlichkeit anzuwerfen – inspiriert von einem Rezept aus Jamie’s Italy

Sorbetto di Limone nach Jamie Oliver
Jamie Oliver macht das Ganze in einer flachen Schale, ich vermute dann hat es mehr die Konsistenz einer Granitá, wir haben die Eismaschine dafür eingesetzt, das Ergebnis ist absolut köstlich.
Sorbetto di Limone
nach: Jamie’s ItalySIRUP
200 g Zucker
200 ml WasserSORBET
200 ml Zitronensaft, frisch gepresst
2 Bio-Zitronen, die Schale fein abgerieben
1 Esslöffel MascarponeZunächst aus Zucker und Wasser einen dünnflüssigen Sirup kochen und abkühlen lassen; dann alle Zutaten gründlich verrühren, Abschmecken (es soll recht süß sein) und gefrieren lassen. (Wer keine Eismaschine benutzt, sollte das Sorbet mindestens 4 Stunden gefrieren lassen und einmal stündlich mit einer Gabel durchrühren).
Guten Appetit!
In: Rezepte · Schlagworte: 2010, Eiscreme, Sorbet, Zitronen
The Glades
Police Procedurals gehen eigentlich immer, ganz besonders wenn sie interessante Hauptfiguren haben – und daran mangelt es The Glades wahrlich nicht, denn Jim Longworth (Matt Passmore) hat eine bemerkenswerte Historie. Sein ehemaliger Chef im Chicago PD hat ihn ins Gesäss geschossen, weil er annahm Longworth habe mit seiner Frau geschlafen. Und um weiteren Trouble zu verhindern, ein wenig Sonnenbräune anzusetzen und die eine oder andere Bahn Golf zu spielen, erschien eine Versetzung nach Florida plötzlich – nun, verlockend.
Die Stories um den Cop, der lieber mit dem Kollegen und Gerichtsmediziner Carlos Sanchez (Carlos Gomez) golfen geht, als sich auf Crime Scenes die Füsse schmutzig zu machen, sind klassische Mordermittlung, die sich seit den Zeiten von Columbo eigentlich nur um die technischen Details von CSI erweitert hat.
Glücklicherweise hat The Glades, auch wenn es im Sunshine State spielt, jedoch nichts mit dem Glitzer-Hitech-Glamour von etwa CSI:Miami am Hut, sondern ist eine fast altmodisch erzählte Cop-Geschichte, mit sich langsam aufbauenden Beziehungen, im besten Sinne character-driven und mit entsprechender Entwicklung der handelnden Figuren. Dazu gehört auch Longworths Interesse an einer alleinerziehenden Mutter, die dummerweise noch mit einem im Knast sitzenden Verbrecher verheiratet ist, aber deren Sohn er wie ein Vater unter seine Fittiche nimmt. Jimmy Longworth ist ein nice guy mit Ecken und Kanten, smart und mit Humor, und die Reibereien mit seiner Umwelt sind gleichermassen witzig und unterhaltsam anzuschauen.
Für Lokalkolorit sorgen die Everglades und Alligatoren ebenso wie ein stilechter Florida-Hurricane. Abgerundet wird das Ensemble von Michelle Hurd als tougher und auch sehr cooler Chefin im Florida Department of Law Enforcement, für das Longworth nun arbeitet. Rundum eine gelungene Serie mit motivierter und gut aufspielender Besetzung, die – wenn sie auf diesem Niveau bleibt – gern noch ein bisschen länger die Krimilandschaft bereichern darf.
In: Filme & Serien · Schlagworte: Carlos Gomez, Florida, Krimi, Matt Passmore, TV
Lynne Heitman – The Pandora Key
Lynne Heitman – The Pandora Key
Der Schlüssel den Pandora – so ein Titel macht neugierig. Ich weiss nicht mehr wie The Pandora Key auf meinen Lesestapel kam, aber von der ersten Seite faszinierte mich der Roman.
Alles beginnt damit, dass Privat Eye Alex Shanahan, Ich-Erzähler des Buches — nein, halt. Alles beginnt mit einem seltsam zusammenhanglos erzählt erscheinenden Ereignis, einer Person, Mann oder Frau, die gezwungen ist, gegen ihren Willen an Bord eines Flugzeuges jemanden zu erschiessen während Terroristen das Flugzeug besetzt haben. – Bis heute ist mir nicht klar, ob sich diese Szene auf die Handlung im Buch bezieht (was durchaus denkbar ist und passen könnte) oder aber ein Hinweis auf die (Vor-) Geschichte der Hauptfigur ist, denn wie ich später feststellte, handelt es sich hier um den 4. Band einer Serie.
Wie überhaupt manche Dinge sich quälend langsam für mich als Neueinsteiger in die Welt von Alex Shanahan erschlossen – ich brauchte fast 1/3 des Buches um herauszubekommen dass der toughe Privatdetektiv, der sich in Hosen, Windjacke, Halbschuhe kleidet eine Frau ist. Das mag offensichtlich sein wenn man die anderen Romane kennt, aber ausgerechnet Shanahan, die Ich-Erzählerin, bleibt ein Rätsel.
Ein Rätsel, oder vielmehr eine Verkettung von Rätseln, ist auch der Fall mit welchem sie es zu tun bekommt. Aus heiterem Himmel taucht Rachel Ruffiero, die Ex-Ehefrau ihres Geschäftspartners (und Pfleglings) Harvey Baltimore auf, und schickt Alex auf einen fragwürdigen Auftrag, während sich Rachel mit augenscheinlich unlauteren Absichten an Harvey wieder heranmacht. Und als Alex von ihrem sinnlosen Ausflug zurück kehrt, der ihr nichts anderes verraten hat als dass Rachel eine manipulative Lügnerin erster Güte ist (was sie vorher schon wusste), findet sie das Haus leer, jedenfalls zunächst. Harvey, der kaum aus seinem Rollstuhl aufstehen konnte, ist verschwunden, ebenso Rachel.
Stattdessen stehen plötzlich zwei bewaffnete FBI-.Agenten vor ihr und erzählen ihr eine Geschichte über verschwundenes Geld, Betrüge in Millionenhhebei Rachels ehemaligem Arbeitgeber, und wollen wissen wie Harvey in die Sachen verstrickt ist – während alles was Alex will ist, Harvey zu finden und aus der Bredouille zu retten, in welcher er ihrer Meinung nach steckt.
Ganz unrecht hat sie damit nicht; mit der Hilfe von Freunden findet und befreit sie Harvey aus der Gewalt von Entführern, die sich als Aussenstelle der ukrainischen Mafia entpuppen…
In: Bücher · Schlagworte: Alex Shanahan, Englisch, Krimi, Lynne Heitman, Thriller
Lindt Excellence 90% Cacao
Lindt ist einer der wenigen Hersteller, die sich auch an Hochprozentiges wagen. Mit der Lindt Excellence 90% haben wir eine dieser hochprozentigen Tafeln probiert. 90% Kakao ist für manche schon eine Herausforderung. Auch wir essen die nur stückchenweise.
Die Schokolade ist schon bitter, hätte ich aber auch nicht anders erwartet. Lindt nennt das “kräftig”. Unangenehm ist es nicht, nur recht stark. Als fast reiner Kakao könnte diese Schokolade sogar richtig gut schmecken, wenn da nicht zwei Punkte wären, die es mir vermiesen würden. Zum einen wurde Kakaopulver zugesetzt, was den Eindruck im Mund staubig erscheinen lässt. Und zum anderen Vanille. Die schmeckt mir zu stark vor und übertönt leicht den Schokoladengeschmack der zusätzlich zum Bitteren kommt. Im Grunde ist die Schokolade gut, aber nicht ausgewogen.
Zutaten: Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaopulver fettarm, Vanille. Kakao 90% mind.
In: Schokolade · Schlagworte: Lindt, Schokolade