Footballschlacht mit viel Augenzwinkern

Irgendwoher kennt man die Geschichte doch… gefeierte Weltstars der National Football League mit Millionengehältern meinen für ‘ne weitere Million streiken zu müssen. Die Manager der großen Geldmaschine sehen das naturgemäß anders: The Show Must Go On, notfalls eben auch ohne die Stars. Und so macht sich Coach Jimmy McGinty, ein ausgebufftes Schlitzohr wie es im Buche steht und mit Gene Hackman blendend besetzt, auf und sucht sich ein Ersatzteam zusammen, auf dass die Fans etwas für ihre Eintrittsgelder geboten bekommen:



Helden aus der zweiten Reihe

Er schickt einen Sumo-Ringer, einen Sträfling, zwei Bodyguards die ebenso nachtschwarz wie breit und muskulös sind, einen versoffenen walisischen Fußballer mit Wettschulden, einen Gehörlosen, einen aggressionsgestörten Elitecop und nicht zuletzt Keanu Reeves als ehemaliges College-Quarterback-Talent, das das größte Spiel seines Lebens verbockt hat, ins ungleiche Rennen.

Hier reiht sich – exakt wie in der Vorlage, ‘Die Indianer von Cleveland’ (Major League) Klischee an Klischee, dennoch gelingt es Reeves und Hackman und dem ingesamt sehr motiviert aufspielenden Team von Schauspielern, der mitunter hintersinnigen Geschichte viel Esprit abzuringen. Die Story basiert lose auf dem NFL-Streik Ende der 80er, angesichts der Honorare und Profitgier heutiger Spitzensportler insbesondere der amerikanischen Profi-Ligen hat sie aber an Aktualität nichts verloren.

Ein besonderes Highlight ist der Soundtrack, der mit auf den Punkt gesetzten ausgewählten Titeln der 80er ein Gefühl herüberbringt, als wäre man just dabeigewesen. Kein großes, aber sehr unterhaltsames und spaßiges Kino mit Herz, das zum Glück ohne überzogenen Heroismus auskommt und einen vergnüglichen Abend verspricht.

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