InterCityHotel Hamburg Altona

Durch ein Seminar, auf das ich eingeladen war, durfte bzw. musste ich heute im InterCityHotel Hamburg Altona essen. An Bilder habe ich dabei leider nicht gedacht, ich versuche aber, es trotzdem nicht ganz so kurz werden zu lassen.

Es gab für uns sogar eine Karte mit einer kleinen Auswahl und kein festes Essen. So konnten wir zur Vorspeise zwischen Rucolasalat und Spargelcremesuppe wählen. Bei der Hauptspeise waren es mit Pute aus dem Wok, Zanderfilet und Tagliatelle mit Pfifferlingcreme sogar drei. Nur das Dessert war fest.

Zur Vorspeise wählte ich die Suppe. Auf dem Rucola sollte Parmesan sein und da ich es mit Käse nicht so habe, war meine Entscheidung klar. Wie sich dann anhand der großen dünnen Parmesanscheiben auf dem Salat bestätigte, war meine Wahl die richtige. Die Spargelcremesuppe selber war heiß. Sehr heiß, so dass ich mir fast den Mund verbrannte. Trotzdem schmeckte die Suppe, auf der ein paar Croutons schwammen. Was ich gut fand, waren die fehlenden Pseudo-Spargelstücke, die ausserhalb der Saison sowieso aus dem Glas gekommen wären. Gerade deswegen vermute ich aber auch, dass diese Suppe aus dem Fertigpack kam, aufgrund des guten Geschmacks wohl aber nicht aus dem ganz günstigen.

Zur Hauptspeise wählte ich den Zander. Die Portionen waren ausreichend, die Nudeln und die Pute sahen gut aus. Der Zander selbst war nur leicht gemehlt und wohl in reichlich Fett in der Pfanne ausgebraten. Er war schön saftig und kein bisschen trocken, wie man das meist vom Fisch aus der Großküche kennt. Unter dem Fisch war ein Bett mit Zucchini-Tomaten-Gemüse, welches noch schön knackig, aber durch war und sehr aromatisch schmeckte. Rundherum fanden sich noch sieben Kartöffelchen und eine Dekoration mit Balsamico-Streifen und gestossenem Pfeffer mit Chiliflocken. Die Kombination aus allem zusammen schmeckte sehr gut. Alles machte den Eindruck von frischer Zubereitung und es war gegenüber den anderen Gerichten, wenn auch nur knapp, die bessere Wahl.

Zum Dessert gab es After-Eight-Mousse, die aber nur nach der Süssigkeit benannt war. In den Zutaten steckten sicher keine der Pralinenscheibchen. Die Pfefferminz-Mousse mit Schokoladenstückchen sah etwas wie Stracciatella-Eis aus, schmeckt aber wie das Original After Eight. Lecker, zumindest für alle, die die Süssigkeit mögen. Ich gehörte dazu.

Zusammengenommen war das Menü sehr gut. Auf jeden Fall besser, als ich es von einer Ketten-Hotel-Küche erwartet hätte. Gezahlt habe ich natürlich nichts, aber bei einem flüchtigen Blick auf die reguläre Speisekarte empfand ich die Preise als günstig bis fair. Ein Rinderfilet mit Beilage sollte 11,50 Euro kosten. Die Küche des InterCityHotel Hamburg Altona kann ich auf jeden Fall empfehlen.

Noch ein Wort zum Service. Was das Abräumen angeht, musste eine der Servicekräfte noch ein bisschen lernen, es kann aber durchaus sein, dass sie noch Auszubildende war und das Tellerstapeln auf dem Arm noch nicht richtig beherrscht. Ansonst war der Service tadellos. Unauffällig, aber aufmerksam und schnell.



Veröffentlicht am 28. September 2006 um 00:39 von nasebaer · Permalink
In: Gastronomie · Schlagworte: ,

1 Kommentar

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  1. Geschrieben von Foodfreak » Spinat trifft Hüttenkäse
    am 29. Dezember 2009 um 09:29
    Antworten · Permalink

    [...] Käsehasser war (wie erwartet) weniger begeistert, aber da er gestern ohnehin schon ausser Haus im Hotel speisen durfte, passte das ganz [...]

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