Alles beginnt in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ein russischer Flugzeugträger testet eine EMP-Waffe, wird dabei von einem Energie-Phänomen angegriffen und zerstört. Die Besatzung verschwindet spurlos.
Jahrhunderte später. Die Enterprise wird kurz nach ihrem Einsatz auf Farpoint von diesem Wesen angegriffen und dabei fast zerstört. Counselor Troi empfängt die Gedanken der verschwundenen Seeleute. Und die Enterprise-Crew verzweifelt daran, sowohl den Wünschen der Russen gerecht zu werden, aber auch ihr Schiff zu retten.
Schlimmer geht’s nimmer… So könnte ich das Buch aber auch beschreiben.
Ich habe noch nie so ein schlechtes Star Trek Buch gelesen. Zum einen die Handlung. Hier und da ist sie interessant und spannend, kann aber nicht überzeugen.
Zum anderen kommen die Charaktere viel zu schlecht weg. Sie sind einfach nicht die, die wir kennen. Da haben wir zum Beispiel Picard. Er ist in diesem Buch herrschsüchtig, arrogant. Ganz und garnicht so, wie in der Serie. Einzig dass er keine Kinder mag, lässt den Picard durchscheinen, den wir alle mögen.
Riker verabscheut Data, nur weil er ein Android ist. Data selbst hat Gefühle, ist entsprechend verletzlich. Und das, wo er doch noch nicht mal seinen Emotionschip hat. Unlogisches Handeln steht an der Tagesordnung. Er atmet sogar.
Deanna Troi. Viele mögen sie sowieso schon nicht, was sich nach diesem Buch nicht wirklich bessert. Immer wieder taucht sie auf und macht die Spannung zunichte. Sie nennt Riker "Bill". Ungewöhnlich, wird er doch kurz "Will" genannt. Im weiteren Verlauf wird diese Namensgebung zwar aufgeklärt, aber so abstrus, dass sie absolut unglaubwürdig ist.
Die anderen Charaktere sind im Verlauf des Buchs auch nicht besser. Die Autorin schafft es, sich bei ihrem Versuch, ihnen Charakterzüge aufzudrücken, die nicht zu ihnen gehören, so zu verzetteln, dass auch der kleinste Funken, der in die richtige Richtung geht, sofort wieder erlischt.
So bahnen sich viele kleine Fehler ihren Weg durch das Buch – und machen es zu dem größten Fehler, den es in der Star Trek-Bücherwelt gibt.
Taschenbuch – 270 Seiten – Heyne – 1997 – ISBN 3453128125
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Moin.
Das Buch hatte ich als Kiddie auch einmal gelesen, kann mich kaum dran erinnern. War dann aber auch nicht so toll. Gut fand ich allerdings die TOS-Bücher von Carey, die sich auch weniger um die Besatzung der Enterprise um Kirk, etc. drehen, sondern um ganz neue Charaktere. Vielleicht hätte Carey bei diesem Roman auch lieber eine “eigene” Besatzung entworfen und verwendet.