Death Proof

Kürzlich haben wir uns

Death Proof (Todsicher)

auf DVD angesehen.

Die (umfängliche) Inhaltsangabe empfehle ich bei der Wikipedia nachzulesen. Die Kurzfassung: Viel Gewalt, sexy Bräute, furchtbar viel sinnfreies Gelaber, ein geiler Soundtrack. Muss man mehr sagen?

Ich fürchte man muss.

Also: Death Proof ist ein Werk von Tarantino, das zusammen mit Robert Rodriguez’ “Planet Terror” in den USA als “Grindhouse Double Feature” in die Kinos kam. Das was in Europa auf DVD gebannt wurde ist jedoch deutlich länger als der Grindhouse-Cut, und das merkt man dem Film an. Man kann während des Films eigentlich entspannt irgendwas ganz andres machen ohne wirklich wichtiges zu verpassen, er hat Längen noch und nöcher, und die Handlung ist quasi nicht vorhanden, ausser eben heisse Frauen, schöne alte Autos, viel Brutalität, eine Menge zugegebenermassen witziger Film- und Tarantino-Eigen-Zitate – und ein ausgesprochen abgewrackt daherkommender Kurt Russell, bei dessen Outfit man sofort nachvollziehen kann, dass Mickey Rourke ursprünglich für diese Rolle vorgesehen war (zu dem hätte sie auch bestens gepasst).

Bemerkenswert ist, neben der Tatsache dass der Film in voll analoger Technik gedreht wurde, der auf alte kaputte abgewatzte Filmstreifen angepasste Look, der von Special-Effects Spezialisten nachträglich aufgebracht wurde – der Partnerfilm von Rodriguez dagegen entstand komplett auf digitalem Material. Ausserdem stehen hier zwei von Tarantinos Stuntfrauen als Stuntfrauen vor der Kamera. Das wars dann aber auch schon an Interessantem.

Der Soundtrack (den es auch als Vinyl-Scheibe gibt) ist grossartig, den Film kann man meines Erachtens einfach auslassen. Und ich bin froh dass ich dafür nicht im Kino war.

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