Allem, was gestorben war – Åke Edwardson

Ein weiteres mal musste ich in der Hotelbibliothek des Cheong Fatt Tse in Georgetown, Penang mein Buch tauschen. Etwas Regen und die Unlust, mich mit dem öffentlichen Bussystem auseinanderzusetzen, brachten mich mit einem Buch so weit. Im alten chinesischen Schrank, der hier als Bibliothek diente, fand ich “Allem, was gestorben war” von Åke Edwardson. Die Geschichte klang interessant und ich begann zu lesen.


Die Geschichte spielt im sommerlichen Göteborg. Es sind die wenigen Tage im Jahr, an denen es besonders heiss werden kann. Die Temperaturen liegen über dreissig Grad und die ganze Stadt stöhnt. Jonathan Wide, ehemaliger Kriminalpolizist und Privatdetektiv, wird vor seiner Wohnungstür bewusstlos geschlagen. Als er wieder aufwacht ist seine Wohnung verwüstet als wäre sie durchsucht worden.

Praktisch zeitgleich wird auf einer Parkbank die Leiche eines örtlichen Immobilienmaklers gefunden. Er wurde mit einem langen Messer durchbohrt und sitzend auf die Bank drapiert. Die Polizei steht vor einem Rätsel.

In seiner verwüsteten Wohnung erhält Wide von Lea Laurelius einen Anruf mit der Bitte um Hilfe. Erst beim Treffen stellt er fest, dass er sie von früher kennt. Ihre Wohnung ist in dem gleichen Zustand wie seine. Für ihn ein Rätsel. Noch rätselhafter wird es, als er feststellt, dass der Tote auf der Bank ihr Mann ist. Erst später kommt heraus, dass er in Drogengeschäfte verwickelt war.

Bei der Wahl dieses Buches scheine ich einen guten Griff getan zu haben. Die Geschichte ist locker, aber auch spannend geschrieben. Auch wenn der Autor hier ein paar Teile in die Story einflechtet, die nichts mit dem Plot zu tun haben, stören sie nicht. Es ist nicht übermässig.

Sehr schön finde ich, dass bis zum Ende nicht alle Zusammenhänge klar werden. Ich kann es nicht leiden, wenn Autoren auf der Hälfte schon zu viel verraten haben. Edwardson ist hier eine Ausnahme. Der gesamt Schreibstil mit seinen humoresken Formulierungen lässt das Buch einfach so dahinplätschern und beim Lesen die Zeit vergessen. Genau das richtige für ein kurzweiliges Vergnügen am Strand.



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Veröffentlicht am 11. Dezember 2008 um 00:41 von nasebaer · Permalink
In: Bücher · Schlagworte: , ,

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