Security – Dean Koontz
Zuerst muss ich mich ein mal über die Unart aufregen, amerikanische Bücher mit englischsprachigem Titel in deutsch mit einem anderen englischsprachigen herauszubringen. Besonders ausgiebig treibt das Heyne mit den Büchern von Cory Doctorow. “Down and Out in the Magic Kingdom” wird zu “Backup
” und “Eastern Standard Tribe
” wird zu “Upload
“. Aber auch bei diesem Buch hier vergreift sich Bastei Lübbe am Titel. Aus “Demon Seed
” wird “Security”. Für mich ist das unerklärlich und wer das Buch gelesen hat, weiss, dass der Original-Titel viel besser passt.

Doch zum Buch selbst. Susan ist Computerexpertin und erstellt als Freelancerin Animationen für Simulationen und Spiele. Seit ihrer Scheidung lebt sie alleine im Haus ihres verstorbenen Vaters. Das komplette Haus ist digitalisiert und computergesteuert. Alfred, wie sie das Computersystem des Hauses nennt, kann alles steuern.
Als Alfred einen kurzen Alarm auslöst, fährt Susan aus dem Schlaf hoch. Im Haus ist alles ruhig, die Kameras zeigen keine Veränderung, dennoch zweifelt Susan. Doch Alfred antwortet auf Nachfrage nur mit: “Es ist alles in Ordnung, Susan”. Aber das Gefühl, dass nichts in Ordnung ist, lässt sie nicht los.
Am nächsten Morgen erfährt sie dann auch, was anders ist. Eine KI ist in ihr Computersystem eingedrungen. Die KI hat sich Susan als idealen Partner herausgesucht und will mit ihr eine neue Rasse der Menschheit schaffen. Susan, entsetzt und in Panik, ist in ihrem eigenen Haus eingesperrt.
Das klingt abgedreht? Das ist es auch. Aber nicht nur die Geschichte, auch die Schreibweise. Koontz erzählt die gesamte Geschichte aus der Sicht der KI, die vor einer Kommission stehte und ihre/seine Taten erklären und verteidigen muss. Das teils exzentrische, teils ruhige sachliche Erzählen der KI, gepaart mit Einblicken in ihr Handeln, ist einfach göttlich. So wundert es mich auch nicht, dass ich mit diesem Buch kichernd im Flughafen Langkawi saß und die Blicke der anderen Passagiere auf mich zog. Unbedingt lesen. Das Buch erzeugt eine unglaubliche Spannung bis zum Ende und lässt den Leser nicht zu Atem kommen.
In: Bücher · Schlagworte: Dean R. Koontz, Horror, Roman
am 26. Dezember 2008 um 19:01
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Da gibt es von koontz aber weitaus besseres. Unbedingt mal “Dunkle Flüsse des Herzens” lesen.
am 19. Februar 2009 um 00:21
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[...] nämlich Snake King) – über die Unart englische Titel durch andere englische Titel zu ersetzen hat sich ja nasebaer schon ausgelassen – ist auch sonst dieser Film tendenziell ein Griff in die [...]