T-Mobile G1 – erste Erfahrungen

Immer noch steht ein neues Gadget für das Haus aus. Am vielversprechendsten klingt inzwischen das erste Android-Telefon, von T-Mobile unter dem Namen G1 vertrieben. Im Unterschied zum Iphone ist es hierzulande auch ohne Vertrag erhältlich und hat keine Sperren.

Um das G1 in Betrieb zu nehmen ist es nötig, einen Account bei Google zu haben. Es ist so sehr mit Google verzahnt, dass es nicht ohne funktioniert. Deswegen fragt es schon beim ersten Einschalten nach den Zugangsdaten und bietet optional an, einen Account einzurichten. Erst dann kann es losgehen.

Die Hardwareausstattung ist zwar nicht vom modernsten, hat aber alles zu bieten, was man braucht. Neben den üblichen Telefonfunktionen hat das G1 eine 3,2 Megapixel-Kamera, die nach einem Softwareupdate auch Videos aufnehmen kann. Dazu kommt WLAN, Bluetooth und ein GPS-Empfänger. Die übliche Softwareausstattung für Mail und Organizer ist vorhanden, aber komplett mit Google-Diensten verbunden. Nur im Mail-Programm kann man auch andere POP3- und IMAP-Konten einrichten.

Entsprechend der Online-Verzahnung ist das Gerät auch immer online. Es lässt sich gar nicht ausschalten bzw. einstellen, auf eine Internet-Verbindung zu verzichten. Dabei setzt das Gerät aber Prioritäten: erst WLAN, dann UMTS, dann GPRS. In den beiden Mobilfunk-Diensten unterstützt es die jeweiligen Datenbeschleuniger HSDPA und EDGE. Es ist also ratsam, eine Internet-Flat für unterwegs zu haben.

Doch wie ist jetzt der erste Eindruck? Nachdem ich das Gerät voll geladen habe, habe ich ziemlich viel mit rumgespielt. Anwendungen können nachgerüstet werden. Es gibt einen Android Market, der mit dem Apple AppStore vergleichbar ist, aber noch komplett kostenfrei. Ich habe gesurft, Mails gelesen, GPS ausprobiert, mir Karten und Satellitenbilder bei Google Maps angesehen und eine Geocaching-Applikation geladen. Doch leider war der Akku nach acht Stunden leer. Davon habe ich mich drei intensiv mit dem Gerät beschäftigt. Das ist nicht gerade viel. Aber unter Last, werden jetzt viele sagen, auch nicht wenig.

Ich habe dann GPS, Positionsbestimmung über WLAN, WLAN und Bluetooth ausgeschaltet. Das Laden des Akkus geht recht schnell. Nach drei Stunden habe ich das Gerät abgezogen und er war voll. Der nächste Tag konnte kommen.

Nach 24 Stunden zeigt der Akku jetzt immer noch 35% an. Das klingt schon besser. In dieser Zeit habe ich ein paar Bilder gemacht und ein paar Mails geschrieben. Dazwischen etwas getwittert mit dem Gerät und ich war Geocachen. Dabei habe ich unterwegs GPS aktiviert und mit der Geocaching-Applikation Geodroid mit eingeblendeten Google Maps gearbeitet.

Zu Geodroid gibt es zu sagen, dass das Programm ein guter Anfang ist. Leider kann es über die Website von Geocaching.com keine GPX-Dateien laden, was aber wohl an einem Script liegt, das auf der Website hinter dem Download-Button liegt. Der Browser lädt dann nur ein Script-File statt der GPX-Datei. Hier ist man also noch auf einen normalen PC angewiesen, von dem die Datei per Mail auf das Gerät geschickt oder auf die Speicherkarte kopiert wird. Geodroid kann die Datei dann importieren und hat alle Daten, die es braucht. In der Software gibt es eine Kompass-Ansicht, die auf den integrierten Kompass des Gerätes zugreift. Dieser ist leider nur digital und deswegen nicht zu hundert Prozent genau, aber für eine grobe Richtungsanzeige reicht es aus. In der Kartenansicht sieht man die eigene Position und den Zielpunkt. Die Genauigkeit des GPS-Empfängers schwankt sehr. Zwischen sechs und 96 Meter hatte ich. Meistens lag es so bei 12 Metern, was für so ein Gerät ok ist. Gefunden habe ich dann auch zwei Caches. Und ich habe festgestellt, dass ein bisschen mehr Ungenauigkeit gar nicht so schlecht ist. Man sucht wieder mehr.

Noch ein Wort zur Synchronisierung, die ich von meinem iPod gewohnt bin. Unter Mac OS ist der iPod Touch kein Problem. Unter Linux geht es gar nicht. Das G1 funktioniert unter beiden Systemen. Unter Mac OS muss allerdings Musik direkt auf die Speicherkarte kopiert werden. Unter Linux gibt es eine Software mit dem Namen Banshee. Damit verhält sich das G1 unter Linux wie der iPod unter Mac OS. Sehr schön. Banshee gibt es zwar auch für den Mac, lässt sich aber da nicht mit externen Geräten synchronisieren.

Soviel zum ersten Eindruck. Mal sehen, wie sich das G1 weiter verhält.

9 Gedanken zu „T-Mobile G1 – erste Erfahrungen

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