Apfel-Pudding-Kuchen
Beim Geocachen kamen wir kürzlich an einer Kleingartensiedlung vorbei – am dazu gehörigen halböffentlichen Weg lag unter den Apfelbäumen frisch gefallenes Fallobst. Mir tut es immer in der Seele weh, wenn reifes Obst unter den Bäumen liegt und nicht genutzt wird (und schlimmer noch, auf den Bäumen hängen bleibt weil es keiner haben will) – und ein paar der wunderschönen reifen roten und goldroten Äpfel mussten mit.
Problematisch ist nur, dass ich keine rohen Äpfel essen kann, und der Liebste sich aus gebackenen Äpfeln rein gar nichts macht. Mit dem heutigen Kuchen allerdings haben wir das Problem elegant gelöst, denn Herr nasebaer aß ihn nicht nur, sondern fand ihn sogar richtig gut, weil, Zitat, “ja keine labbrigen Äpfel obenauf liegen”.
Ein weiterer Pluspunkt: hier macht es gar nichts Fallobst zu verwenden das keine schönen Scheiben mehr ergibt – auch eine lustige Mischung verschiedener Äpfel (bei mir am Ende 4 Sorten) macht absolut nichts, da die Äpfel geraspelt in den Kuchen kommen – das Raspeln hat übrigens ganz bequem der Braun Multiquick erledigt.
Das Originalrezept, das in dem schönen Buch Kann denn Süßes Sünde sein? Noch mehr leckere Rezepte aus norddeutschen Cafés als “Klingelberger Apfeltorte” zu finden ist, habe ich etwas abgewandelt. so dass es in eine 20-cm-Springform passt (und ohne Ei im Boden auskommt).
Kleiner Apfel-Pudding-Kuchen
BODEN
100 g Mehl
50 g hellbrauner Rohrzucker
50 g Butter
1/2 TL Backpulver
1-2 EL Milch oder WasserFett, für die Form
BELAG
500 g säuerliche Äpfel, circa
1 Tütchen Sahnepuddingpulver (im Original: Vanille)
375 ml naturtrüber (Bio-) Apfelsaft
100 g Rohrzucker
1 Becher Schlagsahne
Zimtpulver
etwas PuderzuckerAchtung: Der Kuchen muss über Nacht in den Kühlschrank!
So geht’s:
Die Zutaten für den Boden in einer Schüssel schnell zu groben Streuseln kneten, dabei nur so viel Flüssigkeit (Milch / Wasser) zugeben dass der Teig bindet. Eine 20-cm-Springform gründlich fetten. Den Ofen auf 175°C vorheizen.
Streusel in die Form schütten, mit den Fingern gut verteilen, einen flachen Boden und einen kleinen Rand formen und festdrücken.
Die Äpfel schälen und raspeln. Es sollten ca. 400 Gramm Apfelraspel dabei rauskommen. (Ggf. mit etwas Zitronensaft durchschwenken da sie sonst schnell braun werden, oder als letztes machen).
Puddingpulver mit ein wenig von dem Apfelsaft anrühren, den Rest Saft mit dem Zucker aufkochen. Puddingpulver einrühren, kurz aufkochen lassen, etwas abkühlen lassen, dann die geraspelten Äpfel untermischen. Alles noch etwas abkühlen lassen und auf dem Boden verteilen.
Im vorgeheizten Ofen ca. 45-50 Minuten backen, bzw. bis die Oberfläche blubbert und Farbe nimmt.
Gut auskühlen lassen, über Nacht kalt stellen.Die Sahne mit etwas Puderzucker steif schlagen. Kuchen mit geschlagener Sahne servieren, etwas Zimtpulver (durch ein Teesieb) darübersprenkeln.
Guten Appetit!
In: Rezepte · Schlagworte: 2009, Apfel, Backen, Kuchen


am 2. September 2009 um 11:11
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Perfekt! Ich darf nämlich die Äpfel und das Fallobst meines Nachbar verarbeiten und habe damit jede Menge zu tun und bin für neue Ideen dankbar.
Viele Grüße
am 2. September 2009 um 19:22
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Vor kurzem habe ich eine “alkoholische” Variante dieses Rezeptes probiert: statt Apfelsaft Weißwein verwenden (und evtl. 25g Zucker mehr als hier), die Sahneschicht mit Eierlikör verzieren. Schmeckt auch sehr lecker – aber die alkoholfreie Variante muß ich ebenfalls mal testen.
Und überhaupt mal ein Kompliment zur Website, gefällt mit sehr gut!
am 26. Dezember 2009 um 08:37
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[...] mit einem 20-cm-Kuchen, für den man ganz wunderbar auch Fallobst verwenden kann – einen Apfel-Pudding-Kuchen, bedeckt mit zimtwürziger [...]
am 14. Januar 2010 um 10:02
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[...] Gut, sei’s drum, es gab genug andres Obst zu verbacken, und in der Form wie z.B. beim Apfel-Pudding-Kuchen war auch der Liebste von Apfelkuchen zu überzeugen, oder ich habe mal für mich allein [...]