Knowing

Einen atemberaubenden Mystery-Thriller mit Oscar-Preisträger Nicholas Cage versprach der Trailer von Knowing.

      Die Handlung klingt vielversprechend:

      1959 wird an der William-Dawes-Grundschule in Lexington, Massachusetts auf Anregung der jungen Lucinda Embry eine Zeitkapsel vergraben, in der die Schüler ihre Wünsche, Visionen und Ideen für die Zukunft einschließen sollen, die sie in Form von Bildern gemalt haben.

      Als die Zeitkapsel im Jahre 2009 anlässlich der 50-Jahrfeier der Grundschule wieder geöffnet wird, werden die Zeichnungen unter den heutigen Schülern verteilt. Die Aufzeichnungen von Lucinda, die unterdessen gestorben ist, erhält der junge Caleb Koestler, der sich jedoch statt einem Bild einem Blatt mit vielen Zahlenreihen gegenüber sieht. Dessen Vater John, ein Astrophysiker am MIT, kann nach kurzer Zeit die Seiten entschlüsseln. Der Wissenschaftler findet heraus, dass er Aufzeichnungen über alle großen Katastrophen auf der Erde der letzten 50 Jahre in den Händen hält, wobei die Zahlen Datum und Opferzahl sowie eine noch ungeklärte Größe benennen. Drei Daten liegen jedoch in der unmittelbaren Zukunft. Als am ersten der Daten in Johns Nähe ein Flugzeug abstürzt, erkennt dieser, dass die bislang ungeklärten Zahlen Geokoordinaten darstellen. So kann er Zeit und Ort des nächsten Unglücks vorhersagen, das schwere U-Bahn-Unglück jedoch nicht verhindern. Gleichzeitig scheinen mysteriöse Männer in schwarzen Anzügen Caleb zu bedrohen. Dem letzten Datum der Liste folgen mysteriöserweise weder Opferangaben noch Geokoordinaten, sondern nur die Abkürzung „EE“. Schließlich findet John zusammen mit der Tochter von Lucinda heraus, dass dies das Datum des Weltuntergangs (EE = Everyone else, dt. Alle Anderen) darstellen muss.


      Was jedoch ein großartiges Drama sein könnte, beginnt erst mal fuuuuurchtbar langatmig, und wird immer blasser und verworrener – getragen eigentlich nur von einigen in der Tat atemberaubenden und spektakulären Actionszenen, und einem Nicholas Cage mit standardmässig passiv-aggressiv verwirrtem Gesichtsausdruck. Vielleicht sind dem Film die insgesamt 5 verschiedenen Drehbuchautoren nicht bekommen – das Werk hätte jedenfalls gut und gern 20 Minuten kürzer sein dürfen – und das Ende spottet einfach jeder Beschreibung.

      Um diesen Film toll zu finden muss man, glaube ich, ein ausgemachter Nicholas-Cage-Fan sein. Alle anderen können sich die 121 Minuten einfach sparen bzw. diese Zeit anders nutzen.

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