Castle
“Castle, Rick Castle.”
Ich muss gestehen, ohne Hauptdarsteller Nathan Fillion wäre Castle komplett an mir vorbei gegangen – und seien wir ganz ehrlich, tragisch wäre das nicht. Denn Castle ist eine Standard-Krimiserie, in der zwei gegensätzliche Charaktere auf eine streitlustige Art und Weise miteinander flirten, einander brauchen und doch zusammen nicht kommen können. Oder so.
Im Detail: Richard Castle (Nathan Fillion) ist Bestsellerautor, genauer: er schreibt erfolgreiche Krimis, mit Serienhelden, deren berühmtesten er zu Beginn der Serie gerade ins Nirvana befördert hat, was einen Aufschrei bei seinen Fans verursacht, und ihn in ein kreatives Loch reisst. Doch dank guter Beziehungen zum Bürgermeister von New York darf er Detective Beckett bei der Mordkommission über die Schulter schauen, und bald schon stellt sich heraus, dass Castle als Autor nicht nur eine ungewohnte Perspektive mitbringt, sondern sein Handwerkszeug auch gut recherchiert und Ahnung von der Materie hat…
Gemeinsam löst das Pärchen wider Willen (zumindest von Seiten der natürlich jungen und attraktiven Detective Beckett betrachtet) nun Woche um Woche knifflige Mordfälle.
Das ist alles gar nicht so schrecklich neu oder vom Hocker reissend – zum Leben erfüllt wird es zum einen von Nathan Fillion, der sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten, in denen er zu sehr wie Malcolm Reynolds wirkte, zu einem interessanten, wenn auch klischeebehafteten Schreiberling entwickelt, sowie seiner Tochter Alexis (Molly C. Quinn, die sich hier als Schauspielerin erster Güte empfiehlt), sowie der oberschrillen Mutter von Castle. Als lässiger, liebevoller und etwas chaotischer Dad, zweimal geschieden, dessen Tochter ihm beibringt wie man ein Kind zu erziehen hat, macht Fillion dann eine gute Figur. Sehr schick sind auch Szenen bei denen Castle mit (den echten) Stephen J. Cannell, Michael Connelly oder James Patterson pokert…
Castle ist klassische TV-Unterhaltung mit Witz und Esprit, besonders wenn Castle aus seinem reichen Fundus an Kontakten und gut recherchierten obskuren Fakten schöpft. Die Beziehung zwischen Castle und Beckett dagegen ist mehr der Kitt der das Ganze zusammenhält als wirklich ein Sahnehäubchen – wer Fillion und handwerklich sauber gemachte Krimiserien mag, kommt auf seine Kosten. In den USA ist Castle momentan in der Mitte der 2. Season und scheint sich reger Beliebtheit zu erfreuen.
In: Filme & Serien · Schlagworte: Krimi, Nathan Fillion, New York, TV

am 9. März 2010 um 10:24
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[...] mag die Einstiegszeile von Castle. There are two kinds of folks who sit around thinking about how to kill people: psychopaths – [...]
am 29. Mai 2010 um 07:43
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[...] gilt für Castle, die Folgen sind austauschbar, das Geplänkel wird öde, die Nichtbeziehung der Protagonisten [...]