Twitter-Client für Android
Wer nach dem Titel hier jetzt einen ultimativen Guide der Android-Twitter-Clients erwartet, der liegt falsch. Ich möchte hier nur kurz meine Erfahrungen mit den beiden Programmen Twigee und Twidroid von mir geben.
Als ich mein G1 neu hatte, war Twidroid das einzig wahre für mich. Es lief sofort, sah gut aus und machte das, was ich wollte. Das ging lange gut bis nach einem Update plötzlich Twidroid der Meinung war, dass seine Lizenz abgelaufen sei und es nicht mehr starten wollte. Es kam kein weiteres Upgrade, eine Neuinstallation half auch nicht und so setzte ich mich eines Morgens beim Kaffee im Balzac hin und probierte alle möglichen kostenlosen Twitter-Clients durch, die der Android Market zu bieten hatte. Und ganz ehrlich, 90% davon waren Mist.
Twigee war der einzige Client, der mir gefiel. Doch er hatte seine Macken. Twigee ist langsam. Das könnte daran liegen, dass es keinen vernünftigen Cache auf dem Gerät gibt oder dass es dauernd versucht, online nachzuladen. Dazu kamen immer wieder Aussetzer und Abstürze. Aber im großen und ganzen lief es. Twittern ging recht problemlos, nur beim drehen des Displays schloss die Software das Eingabefenster. Zum Glück stand der alte Text noch drin, wenn es neu aufgerufen wurde. Beim senden von Tweets passierte es auch ab und zu, dass sich das Eingabefeld schloss. Das der Tweet nicht abgesendet war, das merkte der User erst, wenn er den nächsten abschicken wollte und der alte Text noch im Feld stand. Auch Bilder ließen sich nicht sehr bequem tweeten. Aus der Kamera-Anwendung heraus öffnete sich nur ein Eingabefeld, das Bild wurde zwar oben drüber angezeigt, wurde aber nicht mitgesendet. Direkt aus Twigee heraus das gleiche. Man musste aktiv vorher auf Upload drücken. Klappte das dann und war der Upload fertig erschien der Bildlink im Eingabefeld. In letzter Zeit häuften sich die Fehlermeldungen in Twigee aus mir nicht bekannten Gründen und ich beschloss Twidroid noch ein mal auszuprobieren.
Im Market entdeckte ich dann, dass es eine kostenlose und eine kostenpflichtige Version von Twidroid gibt. Ich habe mir nicht die Unterschiede angesehen, der Funktionsumfang der kostenlosen Version reicht mir locker aus. Nach der Installation gab es gleich zwei mal einen Aha-Effekt. Twidroid lief und es sah auch noch schicker aus. Und ich habe wieder, was ich an Twigee vermisst habe. Die intuitive Bedienerführung von Twidroid, die den Umgang mit Twitter so einfach macht. Bilder-Upload aus der Kamera-Anwendung, vielfältige Benachrichtigungseinstellungen, schneller Zugriff auf die wichtigsten Punkte per Symbolleiste und ein vernünftig aufgebautes Kontextmenü. Was will man mehr.
Ach, und noch einen Unterschied habe ich festgestellt. Mit Twidroid hält mein Akku im Schnitt einen Tag länger durch als mit Twigee. Wenn das kein Argument ist.
In: Rezensionen · Schlagworte: Android, twitter
am 2. Februar 2010 um 07:47
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Ich teste derzeit Seesmic auf dem Hero. Ich finde die Benutzung deutlich intuitiver als bei Twidroid, das sich zuletzt bei mir dadurch “empfahl”, alle paar Minuten per Fehlermeldung mitzuteilen dass es (obwohl es lief) abgestürzt sei.