Samsung Galaxy Tab

Zum Test haben wir Ende Oktober ein Samsung Galaxy Tab in unserem Haushalt gehabt.

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Allgemeines

Das schreibt Amazon dazu:

17,8 cm (7 Zoll) TFT-Touchscreen mit 1024 x 600 Pixel Auflösung und 16 Mio. Farben
Zwei Kameras: 3,2 Megapixel (2048 x 1536 Pixel) und 1,3 Megapixel (für Videotelefonie)
Grenzenlose Vielfalt dank dem Betriebssystem Android 2.2
Komfortables Surfen dank WLAN, HSDPA und Adobe Flash-Unterstützung
Lieferumfang: Samsung Galaxy Tab mit 16 GB internem Speicher, Akku, Ladekabel, Headset, Datenkabel, Kurzanleitung

Optisch kommt das dann erst mal so daher:

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An- und Ausschalten läuft über einen Wippschalter; die auf anderen Android-Systemen ebenfalls vorhandenen Buttons Home, Menü, Zurück und Suchen sind als Sensortasten am unteren Rand des GalaxyTab angebracht.

Scrollen und Blättern geht wunderbar mit Fingerbewegungen, Surfen im Netz ist fix per WLAN, der Bildaufbau kann sich sehen lassen. Youtube Videos spielt das Gerät per eigenständiger App ab.

Da auf dem GalaxyTab ein Android-System läuft, funktioniert vieles wie ich es von meinem Android-Smartphone gewöhnt bin – von Anmelden im Appstore über Mail- und Kalendersync mit Google bis hin zu den gewohnten Programmen, die auf einem 7-Zoll-Display im Allgemeinen einen ebenso guten Eindruck machen wie auf dem Handy; tatsächlich finde ich Twitter auf der Mini-Tablet-Größe wirklich gut mit Twidroyd.

Berauschend ist die Farb- und Kontraststärke des Displays (für 2011 hat Samsung eine Version mit Super AMOLED angekündigt), das mit 1024×600 auflöst, das macht sich zum Beispiel beim Videos anschauen sofort bemerkbar. Der Kopfhöreranschluss, der für eine vernünftige Soundausgabe auch dringend nötig ist, ist eine Standard 3,5mm-Klinke, so dass hier auch nahtlos die Ohrenstöpsel vom Smartphone angesteckt werden können.

Die Bildschirmtastatur des GalaxyTab empfand ich als angenehm zu bedienen, sie taugt auch für Leute die mit fitzeligen Winztastaturen nichts anfangen können – die Eingabe per Swype war nicht so mein Fall, das ist aber wahrscheinlich eine Frage der Gewöhnung. Grundsätzlich wäre die Benutzung aber für mich zu umständlich; als Arbeitsgerät fällt ein GalaxyTab für mich raus.

Tools findet man wie auf iPhone und Android-Telefon übersichtlich in icons auf der Systemoberfläche vor,

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Die Akkulaufzeit gibt zumindest mir keinen Anlaß zum Meckern, berauschend ist sie aber auch nicht.
 
eBooks

In meinem Solo-Blog habe ich ja schon mal ausgeführt, dass ein Android-Minitablet, mit einem guten Touchscreen bewaffnet, mein idealer EBook-Reader wäre, und tatsächlich glänzt das Samsung in dieser Disziplin, nicht allzu überraschend. Denn neben dem problemlosen Lesen mittels einem Tool wie Aldiko – sorry, Kindle und Kobo-Reader und wie Ihr alle heisst, Knöpfchen drücken doesn’t cut it in the 21st Century – kann man hier natürlich auch superbequem den Feedreader starten oder mal eben was auf einer Website nachlesen ohne sich einen Wolf zu scrollen, Daten synct man bequem vom Basisrechner per Dropbox oder Sugarsync, und proprietäre Software und Book/Mediastores können einem herzlich egal sein.

Ich habe dann Aldiko installiert, da ich das Handling schon vom Hero kenne.

Wieder einmal macht sich die sehr spiegelnde Oberfläche bemerkbar hier im Bild ;)

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In der ‘Bibliothek’ kann man seine Bücher (vorzugsweise ePub, Konvertieren mit Calibre) im Regal sehen (oder in einer Listenansicht auswählen), Schriftgrössen und Helligkeit und Kontrast und day/night-Modus und Farben (ja, Bernstein auf Schwarz geht ;) ) kann man frei konfigurieren, und das Lesen von eBooks macht so wieder richtig Spaß.

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Wenn, ja wenn da nicht die eine feine Crux des GalaxyTab wäre.

Es ist zu schwer. Nun klingt 380 Gramm erst mal nicht nach viel, in der Form eines (angenehm schwer und solide verarbeiteten) Mini-Tablets allerdings zerren sie doch ganz schön am Arm.

Besonders handlich ist das Ding nicht gerade, wenn man nicht große Pranken hat – und ich habe für eine Frau schon relativ große, breite Hände. Wie in der Werbung fasst man das Gerät nicht lange; es ist aber auch deutlich schwerer als ein durchschnittliches Taschenbuch, und nach einer Weile unbequem zu halten, das geht aufs Handgelenk.

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Dennoch ist es einfach super im Dunkeln im Bett ohne Leselampe und ähnlichen Unfug lesen zu können. und die Abbildungsschärfe des Displays ist im Verein mit den einstellbaren Details extrem augenschonend.
 
Sound / Videowiedergabe

Als Mediaplayer ist das Tab schlicht genial. Sowas wünsche ich mir in der Zukunft als individuellen Entertainment Device bei Airlines – einfaches Handling, glasklarer Sound, brilliante Bildwiedergabe. Das problemlose Abspielen vielfältigster Formate macht es zu einem klaren Multimediafavoriten.

Foto / Video (Kameras)

Die Videofunktion – die für mich bei so einem Tablet eher unwichtig wäre, aber machen ja dann doch interessiert – ist gar nicht mal schlecht gemessen am eher mageren Linsensystem.


 
Die front- und rückseitige Kamera liefern mässige Fotos (beispiel mit Blitz; Beispiel ohne Blitz), wie man es (leider) von Android Systemen und Ultraflachkameras gewönt ist; der USB-Anschluß lässt das GalaxyTab zumindest am Mac nur als Massespeicher mounten. Immerhin, könnte man sagen, nach den Erfahrungen mit dem Win7-betriebenen HTC Mozart, aber im Hinblick auf Upgrades von Android (sas Tab läuft auf 2.2 Froyo) ist das allerdings ein Ärgernis.
 
Telefoniert habe ich mit dem Samsung GalaxyTab nicht – weder wäre das eine Funktion die ich da vermisse, noch glaube ich dass man es zum Telefonieren kauft, wer es dennoch will, kann Skype per Headset benutzen, so richtig optimal scheint das aber diversen Web-Reviews zufolge nicht gelöst zu sein.
 
Summa summarum:

Das Samsung Galaxy Tab ist gut verarbeitet, liegt wertig in der Hand, wenn man sich auch einen Alu-Body wie beim iPad wünschen würde – und vor allem ein Display, das man nicht alle vier Fingerbewegungen mal dringend abwischen möchte – weil man wirklich jeden Fingerabdruck drauf sieht. Das ist mehr als nervig; zu diesem mobile device gehört ein Reinigungstüchlein für unterwegs zwingend dazu.

Als mobiler Mediaplayer und kleine Station für alles was man so braucht macht das Galaxy eine gute Figur; allerdings ist es, ausser beim Lesen von eBooks oder Anschauen von Videos, in nichts einem guten Smartphone überlegen. Zum in der Jackentasche herumtragen – oder lang in der Hand halten – ist das GalaxyTab einen Tick zu schwer. Samsung war angetreten, einen iPad Konkurrrenten zu bauen – schaffen tun die Koreaner das nur bedingt, vor allem bei der Plattform, die viele Möglichkeiten erschliesst, und der dadurch bedingten Medientyp-Offenheit. Als Sofa-Device kann das Samsung den 10-Zöller von Apple jedoch nicht ausstechen, dafür ist dieser haptisch und auch von der Akkulaufzeit her einfach zu gut. Und der Preis des Samsung ist momentan immer noch höher als der eines vergleichbaren iPad. Natürlich hat Miniaturisierung ihren Preis, aber wie schon Mobiltelefone gezeigt haben: kleiner ist nicht immer auch besser (geeignet),

Wer keine proprietär gebundelte Hard- und Software aus Cupertino kaufen möchte, findet im GalaxyTab ein schönes Multimedia-Gerät mit vielen Funktionen. Ich würde allerdings ein Smartphone und dazu ein Notebook oder Netbook auch weiterhin vorziehen, und das obwohl es beinahe mein perfekter eReader wäre.

Vielleicht einfach auf eine neue Generation warten…

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