Eine Handvoll Venus und ehrbare Kaufleute – Frederik Pohl, C.M. Kornbluth
Politische Organisationen haben ihre Bedeutung verloren. Industrien und Werbeagenturen haben die Macht übernommen. Große Industrien bekämpfen sich aufs aller bitterste. Abgesehen von wenigen Menschen besteht die Weltbevölkerung nur noch aus willenlosen, durch Drogen und Werbetricks konditionierten Verbrauchern.
Die beiden führenden Werbegiganten liegen in dieser Welt in einem Streit um ein großangelegtes Schwindelprojekt: die Besiedelung des unbewohnbaren Planeten Venus.
Auf der einen Seite steht die Fowler Shocken AG mit Mitch, einem Texter der Starklasse. Nur die Starklasse kann es sich erlauben, echtes Fleisch zu essen oder echten Kaffee zu trinken. Alle anderen erhalten billige Imitationen, die nicht nur nach sich selbst sondern auch nach anderen Nahrungsmitteln süchtig machen. Mitch wird das Projekt Venus übertragen, das Shocken der gegnerischen Agentur Taunton abgeluchst hat.
Zuerst läuft alles allerbestens an. Selbst der einzige Mensch, der es bisher auf die Venus geschafft hat, steigt ein und hilft ihm. Doch dann stellt Mitch fest, dass sein Projekt sabotiert wird. Bei einer Reise wird Mitch dann entführt, die ganze Welt denkt, er ist ums Leben gekommen. Mitch taucht als Arbeiter wieder auf, muss in einem Chlorella-Werk arbeiten und kann erst mit Hilfe seiner Erzfeinde, der Naturschutzorganisation Natschus, wieder zurück nach New York. Er gerät mitten in die Fronten eines erbitterten Industriekampfes um die Venus.
Beeindruckend ist vor allem die Welt, die Kornbluth und Pohl hier geschmiedet haben. Eine Zukunftsvision, wie wir sie uns sicher nicht wünschen. Die Geschichte ist lebhaft erzählt und bleibt bis zum Ende spannend. Ein Sci-Fi wie er mir gefällt, ohne großes Geballer im All.
In: Bücher · Schlagworte: Belletristik, C.M. Kornbluth, Frederik Pohl, Heyne, Science Fiction

am 4. Januar 2011 um 09:33
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Anhand des ersten Absatzes hätte ich jetzt nicht sofort gemerkt, dass es sich um Fiktion handelt… Aber ich bin vermutlich auch zu zynisch.
Klingt interessant das Buch, werde ich mir merken!