Ülker Biskrem Bi’stik Haselnuss

Im türkischen Gemüseladen um die Ecken haben wir einen Pocky/Mikado-Nachbau von Ülker gefunden. Das sind Teigstäbchen, bei uns mit Schokolade, in Japan mit allen möglichen Geschmacksrichtungen überzogen.

Bei den Biskrem Bi’stick handelt es sich fast schon um die Luxus-Version. Das Stäbchen ist nicht nur mit Schokolade überzogen, es stecken auch noch Haselnussstückchen mit drin. Die Stäbchen selbst schmecken recht neutral. Zusammen mit der Schokolade, die nicht übertrieben süß ist, passt das ganz gut. Das Konzept mit der Haselnuss wurde aber wohl etwas zu ernst genommen, es sind nicht nur die Stückchen in der Schokoloade sondern wohl auch Haselnussaroma. Der Geschmack der Schokolade ist deutlich nussig, fast schon wie Nutella.

Die Zutatenliste: Milchschokolade 50% (Zucker, Kakaobutter, Milchpulver, Kakaomasse, Sojalecithin, künstliches Aroma Ethylvanillin, Kakao mind. 36%), Weizenmehl, Zucker, Haselnüsse 15%, Milchpulver, Pflanzenfett, Salz, künstliches Aroma Ethylvanillin, naturidentisches Aroma (Kokosnuss und Butter), Backtriebmittel (Natrium- und Ammoniumhydrogenkarbonat)Das gibt es vor allem über das Aroma zu meckern. Ich bin mir sicher, das geht auch ohne.

Trotz allem hat Ülker hier einen gut schmeckenden Nachbau produziert. Wenn sie jetzt noch bei den Zutaten aufräumen würden.
 

Eine Übersicht aller hier besprochenen Süssigkeiten (Schokoladen, KitKats, Pocky, Müsliriegel uvm.) findet man hier.

Amarena-Kirsch-Pralinen aus “Pralinen & Konfekt”

Über Weihnachten fand sich bei uns das Buch “Pralinen & Konfekt” von Karin Ebelsberger aus der Reihe GU Küchenratgeber an. Auf Seite 21 ist ein Rezept für Amarena-Kirsch-Pralinen abgedruckt. Foodfreak fand das so interessant, dass sie mich nicht nur nötigte, es mir anzusehen, sondern auch gleich noch in der Metro eine 2,5 Kilo Packung Pellets aus 53%iger dunkler Schokolade von Callebaut mitzunehmen.

Ich habe mich dann daran gemacht, das Rezept nachzustellen. Nur kleine Änderungen habe ich mir vorgenommen, die Mengenverhältnisse habe ich beibehalten. Sprich für die Hüllen, die selbst gegossen werden, 200 Gramm Schokolade. Hier habe ich auf einen Rest Zartbitterkuvertüre und 85%ige Lindt zurückgegriffen.

Für die Füllung habe ich die angegebene Vollmilchschokolade durch die schon genannten Pellets ersetzt und keine frischen Chili in der Sahne gekocht sondern etwas Pulver hineingetan. Laut Rezept also 100 Gramm Sahne, 130 Gramm Schokolade, 50 Gramm Kirschen. Hier kamen mir erste Zweifel, bei einem Schokoladenkurs hatte ich gelernt, das Verhältnis von Sahne zu Schokolade sollte 1:2 betragen, hier war es 1:1,3. Trotzdem habe ich mich nicht beirren lassen.

Zuerst wird die Schokolade für die Hülle geschmolzen und temperiert, damit sie später einen schönen Glanz bekommt. Dann wird sie in die Form gegossen, aus der später die Pralinen entstehen sollen. Ich habe dafür eine Eisform in Diamantenoptik benutzt.

Ist die Schokolade in der Form streicht man die überschüssige Menge mit einem Spachtel ab.

Während die Form etwas abkühlt, habe ich die Sahne aufgekocht, damit sich das Chiliaroma darin verteilt. In der Zwischenzeit sollte die Pralinenform genug abgekühlt sein, damit man die überflüssige Schokolade abgießen kann. Dadurch ergeben sich Hohlformen. Hiervon habe ich leider kein Bild, das habe ich bei diesem Arbeitsschritt vergessen.

In die Sahne habe ich dann die Schokoladenpellets gegeben. Wenn diese sich komplett aufgelöst hat, werden noch die gehackten Amarenakirschen, bei mir mit dem Elektrohacker, dazugegeben und schnell eingerührt, damit sich keine Klümpchen bilden. Ist die Füllung weit genug abgekühlt wird sie in einen Spritzbeutel gefüllt. Hier fiel mir auf, dass sie auch in abgekühltem Zustand noch ziemlich flüssig war. Mit dem Spritzbeutel füllt man dann die Hohlkörper.

Hier habe ich dann meinen eigentlichen Fehler begangen, denn hätte ich mich an das Rezept gehalten, nicht zu viel Füllung genommen und nicht darauf vertraut, dass ich ja noch das Gegenstück, also den Deckel der Eiswürfelform habe, der dann die Diamantenoptik bringt, wäre sicher alles gut gegangen und ich hätte schöne Pyramiden herausbekommen.

Ich aber habe den Deckel mit der restlichen Schokolade gefüllt und ihn auf die Form gesetzt. Da kam dann der Fehler des Rezepts dazu. Wäre die Füllung durch das Mengenverhältnis von 1:2 fester gewesen hätte sie beim Herausschlagen der Pralinen nicht die Abdeckung von der Unterseite gelöst und ich hätte keine Form gehabt, in deren Hälften jeweils die Pralinenhälften hingen. Beim Herausschlagen der Hälften ist dann leider auch noch die Form gebrochen. Sehr Schade.

Die Pralinen selbst schmecken trotz der misslungenen Ausführung sehr gut. Die Kirschnote ist nicht übertrieben, das Chili gibt einen kleinen Kick ohne übertrieben oder scharf zu sein. Nur ein Hauch Salz hätte der Füllung gut getan.

Was lerne ich daraus? Das nächste mal nehme ich Rezepte, die nicht zu dem von mir gelernten und erprobten Mengenverhältnis passen nur als Anregung. Weiterhin gibt es in Zukunft nur noch Formen aus Silikon. Die Plastikform ist zwar schön, aber anfällig.

Wenn Ihr diese Pralinen nachmachen wollt, empfehle ich, die Schokoladenmenge in der Füllung zu erhöhen. Dadurch wird sie fester und ist besser zu verarbeiten. Die Füllung wie sie hier benutzt wurde, bietet sich an, wenn man schon fertige Hohlkugeln hat, dann kann sie nicht sonst wohin fließen.

Cloetta Center

Wie ja nun schon bei einigen Produkten beschrieben haben wir uns in Dänemark etwas ausgetobt. Im kleinen Ortssupermarkt von Skagen ging alles, was noch ins Budget (lokale Währung, die wir nicht wieder mit Aufwand in Euro tauschen wollten) passte, in den Einkaufskorb. Unter diesen Artikeln war dann auch dieser Schokoriegel mit Toffeefüllung.

Milchschokolade umhüllt eine leckere Toffeefüllung, die recht weich, aber doch noch cremig-fest genug ist, um nicht ganz aus der Schokolade herauszulaufen. Die Schokolade ist ok, aber jetzt keine Meisterleistung. Sie ist nicht übersüss, auch mit der Füllung zusammen nicht. Einzig fiel mir auf, dass die Schokolade beim Kauen im Mund mehr zu werden scheint.

Meiner Meinung nach ein guter Riegel. Mal wieder einer, den es hier bei uns nicht gibt.

 

Eine Übersicht aller hier besprochenen Süssigkeiten (Schokoladen, KitKats, Pocky, Müsliriegel uvm.) findet man hier.

Nestle Noir Pâte d’Amande

Auf dem Rückweg aus der Schweiz haben wir kurz vor Karlsruhe einen Abstecher nach Frankreich gemacht. Hier haben wir, als Foodies eigentlich selbstverständlich, einen französischen Supermarkt geplündert. Dabei kam auch uns unbekannte oder hier nicht erhältliche Schokolade nicht zu kurz.

Von Nestle haben wir aus der, ich nenne es mal Reihe, “Noir” die Sorte “Pâte d’Amande” eingepackt. Dunkle Schokolade mit Mandelcreme gefüllt. Das klang lecker.

Ist es auch, wenn man mit Abstrichen leben kann. Die Mandelpaste im inneren der Schokolade schmeckt wirklich lecker. Fast wie Mandelmarzipan, nicht zu süß, ausgewogen und herrlich nach Mandeln. Leider kann die Schokohülle nur als dunkle Fettglasur überzeugen. Das ist wiederum schade. Mit guter Schokolade hätte die ganze Tafel lecker sein können.

Hier noch die Zutatenliste für alle, die des Französischen mächtig sind:

 

Eine Übersicht aller hier besprochenen Süssigkeiten (Schokoladen, KitKats, Pocky, Müsliriegel uvm.) findet man hier.

Lindt Vollmilch Feinschmelzend

Eine richtig schön nach Schokolade schmeckende, zart schmelzende Vollmilchschokolade, so was mag ich auch ganz gerne. Wenn es nicht nach mit Fett zusammengeklebtem Zucker schmeckt, nicht grisselig auf der Zunge ist, wenn die Schokolade schmilzt und auch nicht tausende Aromen zugesetzt werden, dann ist eine Schokolade nahe dran, dass sie hier im Hause gemocht wird. Lindt scheint das geschafft zu haben. “Vollmilch Feinschmelzend” heißt die Tafel, die laut der Verpackung “extra lange conchiert” und “extra dünn” ist. Dünn ist die 100-Gramm-Tafel in der Tat, eben so wie die großen flachen Verpackungen, die Lindt sonst auch so hat.

Und die Schokolade schmilzt wirklich auf der Zunge, zart und fein, nicht grisselig, wie es sein soll. Der Geschmack ebenfalls, schön Schokoladig, es könnte noch einen Tick mehr sein, aber es ist so ganz ok. Ein Hauch Vanille schmeckt man heraus und da ist noch etwas zitrusiges mit dabei. Das kann vom Kakao kommen, denn Zitrusaromen sind nicht zugesetzt. Schmecken tut diese Schokolade schon mal richtig gut. Und sie erfüllt alle Kriterien für eine gute Schokolade.

Doch dann folgt die Zutatenliste. Weiterlesen