Kategorie-Archiv: Musik

King of House – Billie Jean remix

Ab und an läuft bei uns im Hintergrund Deluxe TV, ein Musiksender, bei dem tatsächlich auch Musik gespielt wird. In den Disco- und Remixabteilungen des Programms scheint man eine explizite Vorliebe für Michael Jackson, und da wiederum für den Song “Billie Jean”, zu haben.

 
Ich bin kein Jackson-Fan, aber diese Version mag ich wegen der schrägen Puppen im Video :)

What we did last summer – Robbie Williams live at Knebworth

An drei Tagen im August 2003 spielte Robbie Williams ein (bzw. 3) Konzert(e) in Knebworth, das in den Dimensionen wohl lange Maßstäbe setzen wird. Zeitversetzt wurden diese Konzerte damals auch auf der BBC beinahe “live” übertragen und erreichten damit wohl ein noch viel grösseres Publikum als “nur” die 375.000 Fans die vor Ort waren.


Robbie Williams – What We Did Last Summer (2 DVDs)

Vor Jahren hat mir ein Kollege die Doppel-DVD geliehen und meinte, das müsse ich mir unbedingt ansehen, Ich war kein großer RW-Fan – aber nach dieser DVD war ich es. Die Stimmung des Konzertes ist gi-gan-tisch, und die fantastische Live-Atmosphäre kommt dabei hervorragend rüber. Auch RW war beeindruckt…

Das Konzert ist atemberaubend, zum Mitbrüllen gut, der Künstler blendend aufgelegt, es macht einfach Spaß und ist vom “letzten Entertainer” (Williams über Williams) perfekt umgesetzt.

Eine großartige Scheibe, eine Konzertdoku mit Kultfaktor, die ich mir vielleicht, wenn die Anlage (und die Wohnung) dazu passen, auch nochmal als BluRay kaufe. Aber schon auf dem Philips-Player und einem Onkyo-Verstärker ist der ausgezeichnete Sound ein Genuss. Kurzum, ein legendäres Konzert das unbedingt ins DVD-Regal gehört.

We Will Rock You – German Cast

Lange hatten wir überlegt, ob wir nicht mal zum Queen-Musical nach Köln fahren sollten. Mit dem Auto, mit dem Zug oder als Musical-Package gebucht, wir waren uns nicht sicher. Wir waren immer noch nicht da, aber durch einen Gewinn schneite uns eine Soundtrack-CD des Musicals herein. So hatten wir die Chance, zumindest schon mal akustisch in das Vergnügen zu kommen.

Die CD kam direkt von der Musical-Agentur mit einem netten Gruß auf einer Postkarte des Musicals. Die schlichte, oder sollte ich eher sagen, einfache Aufmachung, liess mich erst an deren Echtheit zweifeln. Aber bei dem Absender konnte sie nur echt sein. Jedenfalls war der matte Druck des Booklets und der CD täuschend.

Auf der CD sind die meisten Queen-Klassiker drauf, die wir alle kennen und auch lieben. Von dem Titel “We Will Rock You” – natürlich – über “A Kind Of Magic”, “We Are The Champions”, “Killer Queen”, “Radio Ga-Ga” bis zum Filmklassiker “Flash”. Was ich dabei nicht so gut fand: Ein Teil der Titel sind eingedeutscht mit teils nicht so sinnvollen oder nur an das Original angelehnten Texten.

Mit Freude legten wir die CD in unseren Player, wurden dann aber doch enttäuscht. Der Ton war recht dumpf. Es fehlte das gewisse Etwas. Er hätte knackiger sein können. Wie ich gelesen habe, soll das Musical live besser sein. Einige Amazon-Rezensionen bestätigen das.

Das Fazit ist recht einfach. Netter Versuch, aber meiner Meinung nach nur für waschechte Queen-Fans geeignet.

Hier noch die komplette Titelliste:
1. Innuendo
2. Radio Ga Ga (deutsche Version)
3. I Want To Break Free
4. Somebody To Love
5. Killer Queen (deutsche Version)
6. Play The Game (deutsche Version)
7. Under Pressure
8. A Kind Of Magic
9. I Want It All
10. Headlong
11. No-One But You – Only The Good Die Young
12. Crazy Little Thing But Love
13. Ogre Battle (Instrumental)
14. One Vision (deutsche Version)
15. Who Wants To Live Forever
16. Flash
17. Seven Seas Of Rhye
18. Fat Bottomed Girls
19. Another One Bites The Dust
20. Hammer To Fall
21. These Are The Days Of Our Lives
22. We Will Rock You
23. We Are The Champions
24. We Will Rock You (Fast Version – Instrumental)


AC/DC – For Those About to Rock

Im November 1981 legten AC/DC ihr achtes Album vor, das zweite nach dem Tod von Bon Scott, und wohl kaum ein Album der Band um Angus und Malcolm Young ist so umstritten wie

For Those About To Rock

For Those About To Rock

Das liegt zum einen sicherlich daran, dass der völlig unerwartete Welterfolg der Scheibe Back in Black, auf der erstmals Brian Johnson als Leadsänger zu hören war, hohe Maßstäbe für den nächsten Longplayer der Rocker legte, zum anderen wird hier der inhaltliche Bruch von Scott zu Johnson überdeutlich – zwar klingt Johnson ähnlich wie Scott, aber seine Texte wirken bisweilen klischeebehaftet und es fehlt ihnen ein wenig an der zynischen Lockerheit, die die Lyrics von Scott so oft ausmachten. Viele Fans fanden aber auch, dass sich sowohl der Gesangsstil als auch die Texte durchaus nahtlos in die wenig subtile, brachiale Tradition der Hardrocker fügten.

For Those About To Rock beginnt mit dem gleichnamigen Titel, der zu einem der vielen Klassiker von AC/DC wurde und zu jedem Konzert fest dazugehört. Fulminanter Kanonendonner bietet den passenden Rahmen zur schneidenden Gitarre von Angus Young. Der Titel rockt mächtig ab und macht als Partymitgröler ordentlich was her, aber den Kultstatus, den der Song bei vielen Fans genießt, kann ich nicht nachvollziehen. Tatsächlich ist das Album am Anfang eher slow und nur begrenzt mitreißend. Erst bei "Inject the Venom" (für mich das beste und gnadenloseste Lied dieser Scheibe) erreicht die Musik den Drive, den Beat, die Geschwindigkeit, die den Pulsschlag beschleunigen und das Headbangen fast automatisch werden lassen. Leider behalten AC/DC diesen Drive aber nicht konsistent bei, ‘Snowballed’ ist direkt im Anschluß eher ein müdes Geplänkel.

Zwei große Pluspunkte sollen nicht unerwähnt bleiben: Phil Rudd bearbeitet sein Schlagzeug mit einer Intensität, als ginge es um sein Leben, und der brillante Sound, den Robert John "Mutt" Lange dieser Scheibe spendiert hat, macht aus For Those About To Rock trotz einiger kleiner Mängel ein kraftstrotzendes Hammer-Album.

Obwohl Titel wie ‘Spellbound’ oder ‘Evil Walks’, die etwas fade daherkommen, gegen ein überragendes Werk wie Back in Black nur abfallen können – niemand schüttelt Hardrock-Klassiker en masse mal einfach so aus dem Ärmel – lieferte AC/DC mit For Those About To Rock ein solides Album ab, das man von Anfang bis Ende durchhören kann, und das immer noch besser als die meisten Hard Rock-Alben anderer Bands dieser Zeit abschneidet.

Für echte Fans ein Muss, allen anderen sei die Anschaffung von Back in Black [Dual Disc] und Highway To Hell empfohlen.

Etta James – Mystery Lady: Songs of Billie Holiday

My heart is sad and lonely… so startet der Titel ‘Body and Soul’. Aber dagegen hilft gute Musik, wie

Etta James Mystery CD

Etta James -  Mystery Lady: Songs of Billie Holiday

Stereoplay meint zu dieser Scheibe ‘zum Aufderzungezergehenlassen’.

Wir würden Etta James’ Interpretationen von Billie-Holiday-Songs eher zu einer schönen Tasse Tee am Sonntag morgen auf dem Sofa empfehlen, dazu die ZEIT oder die Sonntagsausgabe der New York Times

Sanft und mit einer Gänsehaut auslösenden bluesigen Stimme klingt James ebenso jazzig wie relaxt, wenn sie sich durch die schönsten Balladen Holidays singt, sparsam aber einschmeichelnd begleitet vom HardBop-Pianisten Cedar Walton und einer mehrköpfigen Bläser-Combo. So düster und traurig die Titel auch bisweilen sind, kittet doch der Gesang von Etta James jeden Herzschmerz mit souliger Raffinesse.

Wenn es an dieser formidablen Aufnahme überhaupt etwas auszusetzen gibt, dann die Tatsache, dass James nie die Ballade verlässt und stets im gleichen Tempo bleibt, gerade das macht ‘Mystery Lady‘ aber zu einem idealen Album, das unaufdringlich und dennoch überzeugend auch in der Lounge eines noblen Hotels oder einer gediegenen Cocktailbar den atmosphärischen Hintergrund für ein stilvolles 40er, 50er-Jahre-Ambiente liefern könnte.

Musik zum Abschalten – einfach schön.