Kategorie-Archiv: Produkttests

Nokia N8

Das N8 von Nokia ist schon etwas länger auf dem Markt und es wird Zeit, einen Blick darauf zu werfen. Viel beschworen hat Nokia ja das neue Symbian 3, welches das Betriebssystem auf dem Gerät darstellt. Wie es sich bei uns schlägt, lest Ihr hier.

Erst ein mal zur Hardware. Die macht keinen schlechten Eindruck. Über die Farbe des Testgerätes könnte man sich streiten, die Verarbeitung dagegen ist tadellos. Das Gehäuse macht einen stabilen Eindruck, die verwendeten Materialien fühlen sich gut an, es liegt gut in der Hand. Leider ist dem dann ein wechselbarer Akku zum Opfer gefallen, der ist fest verbaut und ohne die Garantie zu gefährden kommt man nicht ran. Dies ist ein deutlicher Minuspunkt, wer will schon sein Gerät einschicken, um den Akku zu wechseln. Man muss Apple nun nicht alles nachmachen.

Ein deutliches Plus bekommt die Kamera. Die 12 Megapixel machen für ein Mobiltelefon richtig gute Bilder. Die Videofunktion, HD-Aufnahmen sind möglich, überzeugt nicht zu 100 Prozent, aber man kann sie durchgehen lassen. Vergleichbare Videos hat bisher nur das Samsung 8910 gemacht. Zur Wiedergabe hat das Gerät einen HDMI-Anschluss, das Kabel wird mitgeliefert. So können die Bilder und Videos direkt auf einem Fernseher ausgegeben werden.

Wir hatten schon ein mal ein Touchscreen-Gerät mit Symbian, allerdings in einer älteren Version, getestet, das Samsung I-8910. Viel geändert hat sich nicht. Die neue Version ist schneller geworden, der Eingabe ist präziser und zum Teil wurde es sogar übersichtlicher.

Leider nur zum Teil. Noch immer ist die Bedienung nicht intuitiv. Menüpunkte müssten teilweise mehrfach “angeklickt” werden, um sie auszulösen. Die Tastatur, die auf dem Display eingeblendet wird, kann ich immer noch nicht zuverlässig bedienen.

Es hat sich ein neuer Startbildschirm, praktisch ein Desktop, eingefunden. Dieser ist frei konfigurierbar und zeigt auf Wunsch wichtige Daten wie Kalender, Wetter, News usw. an. Hier zeigt sich aber schon das nächste Problem von Symbian, das iOS und Android nicht haben. Es gibt zwar auch einen Market, den Ovi Store, doch die Auswahl von Anwendungen ist nicht wirklich groß. Zudem sind diese nicht einheitlich, die Bedienung ist also sehr abwechslungsreich. Das verhindert auch, dass sich bestimmte Anwendungen in den Startbildschirm einbinden lassen.

Meine meist genutzten Anwendungen auf meinem Android-Gerät sind Mail, Twitter und Georg, ein Geocaching-Tool. Mail ist auf Symbian ganz ok, allerdings funktioniert die IMAP-Einbindung des Google-Accounts nicht annähernd so gut wie z.B. auf dem Feindsystem Windows Phone 7. Löschen geht noch, aber die Funktionen, die bei mir “Archivieren” und “Labels zuordnen” genannt werden, gibt es gar nicht. Oder ich habe sie nicht gefunden.

Twitter-Apps gibt es einige, eine liess sich sogar mit Statusmeldungen auf den “Desktop” legen. Doch trotzdem wurde ich nicht benachrichtigt, wenn ich neue Tweets bekam. Die meisten Apps sind umständlich zu bedienen und können teilweise sogar nur die Timeline anzeigen. Das Twittern von Bildern mit automatischem Upload auf einen Bilderdienst ist auch nicht wirklich weit verbreitet. Andere Hersteller liefern oft schon geeignete Apps mit, sogar auf Geräten, die sich nicht als Smartphone anbieten.

Geocaching mit Symbian geht. Das wars aber auch. Um eine Cachebeschreibung, die ich in Georg in der Datenbank habe, aufzurufen, nutzte ich einfach den Webbrowser. Aufgrund der kurzen Testzeit habe ich nicht weiter groß nach Anwendungen gesucht, es scheint wohl einiges zu geben. In wie weit die praktikabel sind, kann ich nicht sagen.

Mein Gesamteindruck zum N8 ist nicht wirklich positiv. Da steht eine wohl recht gute Hardware einer Software gegenüber, der ich nichts abgewinnen kann. Die negativen Aspekte überwiegen gegenüber den positiven.

Hier noch ein Bild der eingebauten Kamera:

Und hier noch ein Video:

HTC 7 Mozart

Als vor ein paar Wochen Microsoft sein Windows Phone 7 präsentierte, haben wir sie natürlich erst mal alle belächelt. Der Vorgänger, Windows Mobile, war schon nicht wirklich erfolgreich, jetzt sollte es ein komplett neues System richten. Vollmundig wurde von den Herstellern Hardware angekündigt. Wir haben es uns auf einem HTC 7 Mozart angesehen.

Über die Hardware braucht man nicht viel zu schreiben. Microsoft gibt enge Vorgaben, die von den Herstellern zu erfüllen sind, sonst gibt es keine Lizenz für WP7. Das HTC macht in der Hand einen sehr guten Eindruck. Es wirkt solide verarbeitet und liegt gut in der Hand. Lediglich die Akkuklappe, der Akku lässt sich gegen den Trend, ihn fest zu verbauen, wechseln, musste ich suchen. Darunter ist es etwas flapperig. Auch die Kamera macht einen guten Eindruck, 8 Megapixel mit Blitz sollten für ein Smartphone ausreichend sein. Die Bilder sind ok (und hier zu sehen) und auch die Videoaufnahme scheint von guter Qualität zu sein, das kann ich hier aber nicht zeigen, warum verrate ich später.

Was ein Windows Phone ausmachen soll, das ist die Software. Davon ist Microsoft überzeugt. Und in der Tat, abgesehen von der Kameraauflösung und der Displaygröße unterscheiden sich die aktuellen WP7-Geräte nicht wirklich. Auf den ersten Blick ist WP7 ungewohnt. Kein Menü, keine Programmicons, nur große Quadrate, beim HTC7 in blau vorgegeben. Der Startbildschirm gibt sich auf den zweiten Blick dann auch aufgeräumt. Die Konfigurierbarkeit ist recht eingeschränkt, der geneigte User kann die Farbe und die Symbolanordnung ändern. Das wars. Doch die Symbole, so nenne ich die Quadrate mal, machen bei eben jenem zweiten Blick Sinn. Denn sie verändern sich, zeigen die Anzahl der neuen Mails, das Datum, die verpassten Anrufe, Kalendereinträge und was man noch so alles Nützliches zeigen kann. Das ist eigentlich ganz durchdacht – und wenn man es kapiert hat sehr informativ. Schiebt man den Startbildschirm nach links aus dem Display taucht das Hauptmenü mit den ganzen Programmen oder auch Apps, wie das jetzt heißt, auf. Weiterlesen

Dresdner Essenz – Entschlackungsbad Meersalz-Amethyst

Sich im private Spa daheim etwas gutes Tun. Wellness in der Badewanne… was wird da nicht alles versprochen – die einen werben mit Sinnensalzen, die anderen, wie hier, mit Entschlackung. Über den Begriff per se kann man geteilter Meinung sein – Fakt ist jedoch dass ‘Heil’-Bäder funktionieren (selbst wenn es *nur* der viel beschworene Placebo Effekt sein sollte).

Für ein Entspannungsbad nahm ich mir kürzlich in der Drogerie dieses Tütchen mit:

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Dresdner Essenz – Entschlackungsbad Meersalz-Amethyst

Amethyst? Mit Kristallen aufgeladenes Wasser klingt für mich nun wirklich arg nach der Esoterikecke…

Werfen wir mal einen Blick auf die Zutatenliste.
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Danone Activia Kokos

Über acht Jahre müsste es jetzt her sein, dass wir auf Fuerteventura waren. Dort kauften wir im Supermercado einen Kokosjoghurt von Danone, der uns wunderbar schmeckte. Es war echte Kokosnuss drin, sogar ein paar Raspel und der Geschmack war wenig künstlich. Als wir jetzt in Frankreich im Auchan einen Kokosjoghurt der Produktreihe Activia fanden griffen wir zu, in der Hoffnung, als Urlaubserinnerungen aufrufen zu können. Hätte ich nur mal vorher die Zutatenliste gelesen.

Hatte ich aber nicht. Das tat ich erst zu Hause in Hamburg und überlegte kurz, den Versuch einfach auszulassen. Außer  den üblichen Joghurtzutaten, hier mit dem speziellen Danone-Bakterium, steckt in der 125-Gramm-Portion 8,3% Zucker. Das sind knapp über 10 Gramm. Gar nicht mal so wenig. Außerdem ist noch Aroma drin. Das war es. Kein Kokos, nicht mal eine Spur davon.

Entsprechend schmeckte dann auch der Joghurt. Deutlich künstlich und süß. Das war wirklich nicht der Joghurt, den ich aus dem Urlaub kannte. Gut könnte man jetzt sagen, wenn ich so naiv bin und erwarte, nach acht Jahren das gleiche Produkt zu bekommen, bin ich selbst schuld. Das bin ich auch, aber nicht deswegen sondern weil ich nicht gleich vor Ort die Zutatenliste gelesen habe.

Und was lernen wir daraus? Lese die Liste der Zutaten und lass die Finger davon.

Benedict Serbischer Reistopf

Wie alle wissen machen wir immer einen großen Bogen um Fertiggerichte. Die meisten sind so mit Glutamat oder anderen unnötigen Zutaten aufgepeppelt, dass es eigentlich unmenschlich wäre, sie jemanden vorzusetzen. Doch dieses hier habe ich geerbt. Es ist mir sozusagen in den Schoß gefallen. Und erst nach kritischer Prüfung der Zutatenliste wurde es gnädigerweise aufgenommen.

Genau die Zutatenliste, sie kann weiter unten in einem unscharfen Bild noch ein mal nachgelesen werden, ist es, die einigermassen ok ist. Angeblich sollen keine Geschmacksverstärker in dem Gericht sein, es findet sich aber in der Auflistung Hefeextrakt. Rein nach den Buchstaben der Lebensmittelgesetze gelesen ist Hefeextrakt kein Geschmacksverstärker wie z.B. Glutamat obwohl es nichts anderes macht. Und neben dem Hefeextrakt stört mich auch nur noch ein zweiter Punkt: Aroma. Weiterlesen