Vor einiger Zeit flatterte uns ein Gewinn in’s Haus. Eben jener im Betraffe genannter DVB-T Stick von ADS Tech. Das passte uns ganz prima, da wir sowieso gerade wegfahren wollten und wir ihn so bestens testen konnten.

Zuerst musste das Gerät natürlich mal ausgepackt werden. Verpackt war alles in einem recht großen Karton, auf dessen Front ein durchscheinendes Plastikfenster den Stick zeigte.
Ich dachte mir schon, für so einen kleinen USB-Stick – er ist wirklich nicht größer, als ein normaler Speicherstick – die Verpackung wäre etwas übertrieben. Doch beim Auspacken kam dann noch einiges an Zubehör zum Vorschein.
Zusätzlich zu dem USB-Stick verbarg sich in der Verpackung eine externe Magnetfussantenne mit Cinch-Anschluss, damit sie auch an anderen Geräten benutzt werden kann. Sehr praktisch, wie ich finde. Natürlich war auch ein passender Adapter für die Antenne dabei, so dass sie an den Stick angeschlossen werden kann. Weiterhin befand sich in der Verpackung das obligatorische Handbuch und natürlich die Treiber-CD. Der USB-Anschluss am Stick wird von einer Abdeckkappe geschützt. Das ist durchdacht, so wird der Anschluss beim Transport nicht beschädigt oder verschmutzt.
Das Handbuch gibt nicht viel mehr her als eine Installationsanleitung, die ich vorher hätte lesen sollen. In meiner explorativen Stimmung, neues Spielzeug will schliesslich sofort ausprobiert werden, steckte ich den Stick natürlich sofort an den Laptop. Die Hardwareerkennung von Windows XP sprang an und erkannte ein neues Gerät. Erst wurden ein paar Windows-Treiber vom System kopiert, dann wurde die CD angefordert und die Treiber installiert. Daraufhin musste noch die mitgelieferte TV-Software installiert werden, Ulead Instamedia, und es konnte losgehen. Doch Instamedia fand den Stick nicht.
Beim Nachsehen in den Einstellungen stellte ich fest, dass der installierte Treiber den Stick nicht erkannte. Ein Blick ins Handbuch, oder besser Beiheft, brachte dann die Lösung. Erst installieren, dann anstecken. Also noch mal von vorne und die Sache lief.
Kommen wir zu Uleads Instamedia. Ich bin mir sicher, es gibt bessere Software für diesen Zweck. Der Start dauert auf dem doch recht schnellen Laptop fast zwanzig Sekunden. Dann präsentiert sich die Software mit einer Oberfläche, die einem Media Center gleichkommt. Hier kann dann TV gesehen werden, Sendungen können aufgenommen bzw. mitgeschnitten werden und natürlich auch wieder angesehen werden.
Zu erst müssen allerdings Kanäle, also Sender gesucht werden. Dabei geht die Software 66 Kanäle durch, was recht langwierig ist. Ich schätze, es waren ca. 5 Minuten. Danach präsentiert InstaMedia alle Sender in einer recht übersichtlichen Liste. Gefunden wurden alle, die in Hamburg verfügbar waren. Das war schon mal recht gut.
Die Bildqualität war sowohl im Fenster, als auch in der Vollbildansicht nicht wirklich berauschend. Etwas pixelig und leicht verwaschen. Beim Durchsehen der Einstellungen fand ich dann aber eine Option, mit der sich die Qualität erhöhen lässt, um ein einigermassen vernünftiges Bild zu erhalten. Der Ton ist gut.
Unterwegs konnten wir leider nicht weiter testen, denn überall, wo wir den Stick ausprobierten, hatten wir keinen DVB-T-Empfang. Schade.
Zusätzlich zum TV bietet der Stick auch Radio-Empfang, was uns allerdings nichts nützte. In Deutschland werden über DVB-T keine Radiosender ausgestrahlt.
Jetzt aber das Fazit. Der Stick ist einfach und praktisch. Er ist alleine durch seine Größe schon gut zu transportieren. Die Antenne ist ein nettes und in vielen Gegenden auch benötigtes Feature. Die Installation geht, wenn man vorher in der Anleitung nachliest, sehr einfach. Die Software hingegen halte ich für ein aufgeplustertes unhandliches Monster. Die Oberfläche ist zwar recht übersichtlich, die Bedienung aber träge.
Den DVB-T-Stick von ADS Tech sollte man eigentlich überall im Computer- bzw. Elektronikhandel bekommen, der aktuelle Preis bei Amazon beträgt 63,99 Euro

