Man nehme einen Turmspringer, eine alte Ku-Klux-Clan-Geschichte, ein paar mehr oder weniger schlaue Ganoven und ein Reenactment. Was haben wir? Richtig, einen Krimi von Elmore Leonard.
Dennis Lenahan ist Turmspringer auf Jahrmärkten und der Schwarm der weiblichen Bevölkerung. Er springt von einer 25 Meter hohen Leiter in ein 2,70 Meter tiefes Becken, das “von ober aussieht wie eine Münze auf dem Boden”. Als er vom Tishomingo Casino engagiert wird, seine todesmutigen Kunststücke in dem Spielerparadies am Mississippi vorzuführen, ahnt er nicht, welcher Nervenkitzel ihm selbst dort bevorsteht: Dennis wird in den Machtkampf zweier Mafiagangs verwickelt, trifft dabei auf die umwerfendsten Frauen seines Lebens und muss sich einiges einfallen lassen, um dieses Abenteuer mit heiler Haut zu überstehen …
Denn nicht nur er hat finanzielle Interessen, auch eine Mafiabande aus Detroit, die es in die Gegend verschlagen hat. Zu deren Glück (und Dennis Pech) wissen diese, dass er, Dennis, auf seiner Leiter einen Mafiamord beobachtet hat. Sie wollen das anstehende Reenactment, die Nachstellung einer alten Bürgerkriegsschlacht, nutzen, um ihre Rivalen um den Drogenmarkt der Gegend aus dem Verkehr zu ziehen.
Wie immer bei Leonard ist das Buch spannend geschrieben. Seine Charaktere sind mal wieder wunderbar gezeichnet, die Handlungen nicht immer vorhersehbar. Wunderbar, lesen!

