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Der blutige Buddha – Nick Carter

Wieder ein mal ist mir ein Buch von Nick Carter und dessen gleichnamigen Helden in die Finger gefallen. Chronologisch spielt es vor dem letzten, das hat aber auf die Handlung keinen Einfluß. In “Der blutige Buddha” verschlägt es den Geheimagenten und “Killmaster” nach Japan.

Nach wohlverdientem Urlaub wird Nick Carter von seinem Chef auf ein Sex-Seminar geschickt, um die neuesten Tricks der Gegner zu lernen. Es dauert nicht lange und Carter verbringt die Nacht mit der Dozentin. Am nächsten Morgen wacht er verkatert auf. Da ist es kein Wunder, dass er in seinem Hotelzimmer von vier Pfadfinderinnen, die eigentlich nur Bonbons kaufen wollten, überrumpelt wird.

Die Anführerin der Pfadfinderinnen, Tonaka, erklärt Carter unmissverständlich, dass sie beabsichtigt, ihn zu ihrem Vater zu entführen. Carter willigt ein, er kennt den Mann als einer seiner Ausbilder. Trotz seiner Einwilligung wird er gewaltsam nach Tokyo gebracht. Bei seinem ehamligen Ausbilder angekommen wird dieser erschossen.

Carter erkennt, dass alles nur ein großer Komplott war, mit dem er nach Japan gelockt werden sollte. Und plötzlich steht er zwischen den Fronten einer Verschwörung der Russen, Chinesen und Japaner. Völlig auf sich alleine gestellt und ohne Waffen muss er sehen, wie er aus der Situation herauskommt.

Wie ich es vom letzten Nick Carter schon kenne, ist auch dieser hier in aller Hinsicht leicht übertrieben. Wer also auf Macho-Agenten steht, der ist hier genau richtig. Allen anderen sei ein Bond empfohlen.



Bengalisches Feuer – Nick Carter

Urlaubszeit – Lesezeit. Was werdet Ihr jetzt sagen? Es ist November, das ist keine Urlaubszeit. Bei uns schon. In den letzten zwei Wochen hatte ich auf unserer Malaysia-Tour genug Zeit zum Lesen. Auch genug für die alten Krimis von Ullstein, die noch zu Hause rumlagen. Also habe ich mir einen Stapel der dünnen Büchlein geschnappt und ins Reisegepäck gesteckt.

Mit dabei ein Krimi von Nick Carter. Wobei man dazu sagen müsste, dass die Büchlein von Nick Carter keine Kriminalromane sondern eher Spionageromane sind. Der Hauptcharakter, auch mit dem Namen Nick Carter, trägt die Berufsbezeichnung “Killmaster” und arbeitet für AXE, eine geheime amerikanische Regierungsorganisation. In “Bengalisches Feuer” verschlägt es ihn nach Indien.

Nick Carter ist in Kalkutta angekommen. Bombenanschläge versetzen die Stadt in Angst und Schrecken. Immer wieder trifft es russische Einrichtungen. Als die Russen die Schuld auf die Amerikaner schieben, wird ein Anschlag auf die Amerikanische Vertretung verübt. Beide Parteien machen sich gegenseitig verantwortlich. Die Welt steht dicht vor dem dritten Weltkrieg. Es ist an Nick Carter, den Fall zu klären und eine weitere Eskalation zu verhindern.

Auch wenn Nick Carter ein Geheimagent ist, so darf man hier keinen Bond erwarten. Zwar setzt auch Carter ein paar technische Spielereien ein, aber eher einfacherer Art. Sein ganzer Stil ist kein bisschen gentlemanlike wie etwa bei Bond, selbst wenn er wie Bond ein Faible für schöne Frauen hat. Er ist eben Amerikaner. Er ist forscher und schlägt lieber erst zu bevor er fragt. Kann der Gegner dann keine Anwort mehr geben, weil er tot ist, tja. dann ist das eben so.

In “Bengalisches Feuer” schlägt und schiesst er sich durch Indien. Das gute daran bzw. an dem Buch ist, dass die Story straff geschrieben ist. Abschweifungen gibt es selten, ein roter Faden wird durch das Buch hindurch verfolgt und am Ende die Spannung auf den Höhepunkt gebracht. An der Schreibtechnik gibt es nichts auszusetzen. Die beherrscht der Autor perfekt. Der Rest hängt von persönlichen Vorlieben ab. Ich möchte die Story jetzt nicht so. In alten Hardboiled-Krimis finde ich das Macho-Gehabe noch recht passend, wenn es an einem Privatdetektiv hängt. Zu einem Agenten passt es meiner Meinung nach nicht. Das Genre mag ich zwar, aber die Arte der Umsetzung, da bin ich dann doch eher der Bond-Typ.

Death Proof

Kürzlich haben wir uns

Death Proof (Todsicher)

auf DVD angesehen.

Die (umfängliche) Inhaltsangabe empfehle ich bei der Wikipedia nachzulesen. Die Kurzfassung: Viel Gewalt, sexy Bräute, furchtbar viel sinnfreies Gelaber, ein geiler Soundtrack. Muss man mehr sagen?

Ich fürchte man muss.

Also: Death Proof ist ein Werk von Tarantino, das zusammen mit Robert Rodriguez’ “Planet Terror” in den USA als “Grindhouse Double Feature” in die Kinos kam. Das was in Europa auf DVD gebannt wurde ist jedoch deutlich länger als der Grindhouse-Cut, und das merkt man dem Film an. Man kann während des Films eigentlich entspannt irgendwas ganz andres machen ohne wirklich wichtiges zu verpassen, er hat Längen noch und nöcher, und die Handlung ist quasi nicht vorhanden, ausser eben heisse Frauen, schöne alte Autos, viel Brutalität, eine Menge zugegebenermassen witziger Film- und Tarantino-Eigen-Zitate – und ein ausgesprochen abgewrackt daherkommender Kurt Russell, bei dessen Outfit man sofort nachvollziehen kann, dass Mickey Rourke ursprünglich für diese Rolle vorgesehen war (zu dem hätte sie auch bestens gepasst).

Bemerkenswert ist, neben der Tatsache dass der Film in voll analoger Technik gedreht wurde, der auf alte kaputte abgewatzte Filmstreifen angepasste Look, der von Special-Effects Spezialisten nachträglich aufgebracht wurde – der Partnerfilm von Rodriguez dagegen entstand komplett auf digitalem Material. Ausserdem stehen hier zwei von Tarantinos Stuntfrauen als Stuntfrauen vor der Kamera. Das wars dann aber auch schon an Interessantem.

Der Soundtrack (den es auch als Vinyl-Scheibe gibt) ist grossartig, den Film kann man meines Erachtens einfach auslassen. Und ich bin froh dass ich dafür nicht im Kino war.