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Handbuch Kaffeerösten zu Hause – Claus Fricke

Schon lange interessiert mich an Kaffee nicht nur der Konsum von Koffein sondern auch das, was hinter den Bohnen steckt. Die Sorten, der Geschmack, die Technik. Passend dazu rauschte an meinem letzten Geburtstag ein Buch, das auf meinem Amazon-Wunschzettel stand ins Haus. Danke hier erst mal an die Schenkerin.

Das Buch aus dem Verlag Die Werkstatt, Kaffeerösten zu Hause, kam genau richtig. Bei dem Versuch eine andere Kaffeesorte zu testen hatten wir mal wieder daneben gegriffen und ein schwarzes Etwas bekommen, das wohl total überröstet und bitter war.

Claus Fricke beschreibt sehr detailliert. Er beginnt nach einer kurzen Einleitung direkt mit den Röstgeräten. Kontakt- und Konvektionsröster werden vorgestellt, deutlich mit Pros und Kontras gekennzeichnet und auch gleich mit Anleitungen versehen, mit denen sie verbessert werden können. Direkt danach widmet er sich auch schon der Kaffeebohne, von Anbau über Ernte bis zur Beurteilung der Bohnen. Es folgt der wichtigste Teil, das Rösten selbst. Deutlich wird hier beschrieben, was in den Bohnen vorgeht. Teilweise war es mir etwa zu deutlich, mit einer Exkursion in Chemie und Physik, mit Formeln… Auf der anderen Seite dann praktisch mit farbigen Seiten aufgewertet, die deutlich den Röstverlauf mit der Farbgebung der Bohnen zeigen.

Den Abschluss bildet das Kapitel mit Tipps für Kaffeegeniesser, in dem auch erklärt wird, wie man Kaffee probiert und beurteilt, mischt und wie das mit dem Entkoffeinieren funktioniert.

Ich fand dieses Buch sehr hilf- und lehrreich, wenn auch teilweise vom Autor etwas übertrieben wurde. Mir stellt sich jetzt nur noch das Problem, wie und wo ich einen Röster aufstelle.

Amarena-Kirsch-Pralinen aus “Pralinen & Konfekt”

Über Weihnachten fand sich bei uns das Buch “Pralinen & Konfekt” von Karin Ebelsberger aus der Reihe GU Küchenratgeber an. Auf Seite 21 ist ein Rezept für Amarena-Kirsch-Pralinen abgedruckt. Foodfreak fand das so interessant, dass sie mich nicht nur nötigte, es mir anzusehen, sondern auch gleich noch in der Metro eine 2,5 Kilo Packung Pellets aus 53%iger dunkler Schokolade von Callebaut mitzunehmen.

Ich habe mich dann daran gemacht, das Rezept nachzustellen. Nur kleine Änderungen habe ich mir vorgenommen, die Mengenverhältnisse habe ich beibehalten. Sprich für die Hüllen, die selbst gegossen werden, 200 Gramm Schokolade. Hier habe ich auf einen Rest Zartbitterkuvertüre und 85%ige Lindt zurückgegriffen.

Für die Füllung habe ich die angegebene Vollmilchschokolade durch die schon genannten Pellets ersetzt und keine frischen Chili in der Sahne gekocht sondern etwas Pulver hineingetan. Laut Rezept also 100 Gramm Sahne, 130 Gramm Schokolade, 50 Gramm Kirschen. Hier kamen mir erste Zweifel, bei einem Schokoladenkurs hatte ich gelernt, das Verhältnis von Sahne zu Schokolade sollte 1:2 betragen, hier war es 1:1,3. Trotzdem habe ich mich nicht beirren lassen.

Zuerst wird die Schokolade für die Hülle geschmolzen und temperiert, damit sie später einen schönen Glanz bekommt. Dann wird sie in die Form gegossen, aus der später die Pralinen entstehen sollen. Ich habe dafür eine Eisform in Diamantenoptik benutzt.

Ist die Schokolade in der Form streicht man die überschüssige Menge mit einem Spachtel ab.

Während die Form etwas abkühlt, habe ich die Sahne aufgekocht, damit sich das Chiliaroma darin verteilt. In der Zwischenzeit sollte die Pralinenform genug abgekühlt sein, damit man die überflüssige Schokolade abgießen kann. Dadurch ergeben sich Hohlformen. Hiervon habe ich leider kein Bild, das habe ich bei diesem Arbeitsschritt vergessen.

In die Sahne habe ich dann die Schokoladenpellets gegeben. Wenn diese sich komplett aufgelöst hat, werden noch die gehackten Amarenakirschen, bei mir mit dem Elektrohacker, dazugegeben und schnell eingerührt, damit sich keine Klümpchen bilden. Ist die Füllung weit genug abgekühlt wird sie in einen Spritzbeutel gefüllt. Hier fiel mir auf, dass sie auch in abgekühltem Zustand noch ziemlich flüssig war. Mit dem Spritzbeutel füllt man dann die Hohlkörper.

Hier habe ich dann meinen eigentlichen Fehler begangen, denn hätte ich mich an das Rezept gehalten, nicht zu viel Füllung genommen und nicht darauf vertraut, dass ich ja noch das Gegenstück, also den Deckel der Eiswürfelform habe, der dann die Diamantenoptik bringt, wäre sicher alles gut gegangen und ich hätte schöne Pyramiden herausbekommen.

Ich aber habe den Deckel mit der restlichen Schokolade gefüllt und ihn auf die Form gesetzt. Da kam dann der Fehler des Rezepts dazu. Wäre die Füllung durch das Mengenverhältnis von 1:2 fester gewesen hätte sie beim Herausschlagen der Pralinen nicht die Abdeckung von der Unterseite gelöst und ich hätte keine Form gehabt, in deren Hälften jeweils die Pralinenhälften hingen. Beim Herausschlagen der Hälften ist dann leider auch noch die Form gebrochen. Sehr Schade.

Die Pralinen selbst schmecken trotz der misslungenen Ausführung sehr gut. Die Kirschnote ist nicht übertrieben, das Chili gibt einen kleinen Kick ohne übertrieben oder scharf zu sein. Nur ein Hauch Salz hätte der Füllung gut getan.

Was lerne ich daraus? Das nächste mal nehme ich Rezepte, die nicht zu dem von mir gelernten und erprobten Mengenverhältnis passen nur als Anregung. Weiterhin gibt es in Zukunft nur noch Formen aus Silikon. Die Plastikform ist zwar schön, aber anfällig.

Wenn Ihr diese Pralinen nachmachen wollt, empfehle ich, die Schokoladenmenge in der Füllung zu erhöhen. Dadurch wird sie fester und ist besser zu verarbeiten. Die Füllung wie sie hier benutzt wurde, bietet sich an, wenn man schon fertige Hohlkugeln hat, dann kann sie nicht sonst wohin fließen.

Die Heilkraft des Sports – Rosi Mittermaier, Christian Neureuther

Im Grunde hätte ich von Rosi und Christian auch nichts anderes als ein Sportbuch erwartet. Doch sie haben ihren Titel nicht nur unter dem Namen des Sports sondern auch als Gesundheitsratgeber veröffentlicht. Deswegen auch der Untertitel “Mit Spaß und Freude mehr Gesundheit”. Dazu haben Sie sich den Sportmediziner Dr. Bernd Wolfarth, leitender Teamarzt bei den Olympischen Winterspielen 2010, mit an Bord geholt.

Im  Buch beziehen sie sich auf “neueste wissenschaftliche Studien”, die den positiven Effekt von Sport auf die Gesundheit, auch für Krankheiten, die eher keinen Sport vertragen sollen, aufzeigen. Darauf basierend haben sie ein Sport- und Trainingsprogramm entwickelt, das sowohl Spaß machen als auch gut für Gesundheit und Fitness sein soll.

Aufgegliedert ist das Buch in drei Teile. Zuerst werden die positiven Auswirkungen beschrieben und Möglichkeiten aufgezeigt, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen. Dann folgt das Trainingsprogramm mit genauen Beschreibungen, und zu guter Letzt gehen sie in Teil drei auf verschiedene Krankheiten und die dazu passenden Trainingsmöglichkeiten ein. Natürlich nicht ohne darauf hinzuweisen, auf jeden Fall noch ein mal mit seinem Arzt Rücksprache zu halten.

Nun, über die tatsächlichen Auswirkungen der Sportarten auf die Gesundheit kann ich nichts sagen. Dazu fehlt mir das Hintergrundwissen. Doch was hier in diesem Buch beschrieben wird klingt für mich plausibel. In so weit würde ich das ganze als gelungen bezeichnen.

Die Autoren:

Rosi Mittermaier und Christian Neureuther gehören nicht nur zu Deutschlands beliebtesten Sportlern, sondern sie engagieren sich auch aktiv für die Gesundheit. Rosi Mittermaier unterstützt u.a. die Förderung rheumatisch erkrankter Kinder und ist Botschafterin der Initiative gegen Knochenschwund.

Dr. med. Bernd Wolfarth ist leitender Oberarzt für Sportmedizin, betreut die deutsche Ski-Nationalmannschaft und die Biathlon-Nationalmannschaft. Er ist verantwortlicher Arzt für die Anti-Doping-Initiative des DSV.

Der Fritten-Humboldt – Jon Flemming Olsen

Ich habe es Valentinas Kochbuch zu verdanken, dass sich dieses Buch bei mir einfand. Bei ihrem Gewinnspiel wurde es mir zugelost. Nachdem es einige Zeit bei mir gut abgelagert wurde, wie gutes Fleisch, musste es dann verköstigt werden. Dabei erfuhr ich z.B. auch, dass der Herr Olsen unter anderem die Band “Texas Lightning” gegründet hat. Bisher war ich der Meinung, Olli Dittrich hätte das verbockt. Bekannter dürfte Olsen den meisten aus der Serie “Dittsche” sein. Dort ist er als Imbisswirt Ingo zu sehen.

Das dürfte dann wohl auch der Grund für dieses Buch gewesen sein. Olsen macht sich auf den Weg durch die deutsche Imbisskultur. In jedem der sechzehn Bundesländer besucht er eine Imbiss als Praktikant. Er berichtet von seinen Erlebnissen mit den Mensch, ob Besitzer oder Kunden. Und er wirft einen Blick über den Tellerrand. Viele rümpfen über Imbisse die Nase, was das Essen angeht muss ich da meist auch zustimmen, doch es steckt mehr dahinter. Wer was auf sich hält, wessen Herzblut darin steckt, der macht noch selbst und überzeugt durch Qualität. Andere sehen nur das Geld und beuten ihre Angestellten aus, da gibts dann Tiefkühlware aus der Friteuse.

Doch zurück zum Buch, das beide Extreme zeigt. Olsen beschreibt das, was er erlebt hat, mit einer guten Portion Humor. Jedoch gibt er immer wieder Anlass, nachdenklich zu werden. Auch wenn sechzehn Buden nur ein kleiner Schnitt durch die Menge an Imbissen ist, zeigt er einen guten Querschnitt, der uns so einiges über das Leben hinter der Theke erfahren lässt.

Die Berichte von Olsen lassen sich flüssig lesen und treiben einem immer wieder das Schmunzeln ins Gesicht. Ein unterhaltsamer Reiseführer oder eher ein Buch über eine Reise ist dabei herausgekommen, den ich gerne weiterempfehlen kann.

Supercarrier – Tom Clancy

Für jeden technisch interessierten, für jeden, der Schiffe oder Flugzeuge mag, sind Flugzeugträger beeindruckend. Genau für diese Zielgruppe hat Tom Clancy das ultimative Buch geschrieben. In Supercarrier berichtet er über die Welt der amerikanischen Flugzeugträger.

Clancy beginnt mit der Welt der Marinefliegerei. Dabei startet er bei den Ursprüngen der Fliegerei und schwenkt recht schnell zu Flugzeugträgern über. Er handelt praktisch die gesamte Geschichte mit den einzelnen Flugzeug- und Schiffstypen ab. Dann stellt er die aktuellen Maschinen der Navy im Detail vor. Ein kurzer Ausflug zu einer Werft lässt ihn vom Bau der Schiffe erzählen. Zum Abschluss berichtet Clancy von einem Manöver der USS George Washington, bei dem er an Bord war.

Was die technische Seite angeht, hat Clancy eine Referenz vorgelegt. Doch leider nur für die amerikanische Seite der Marinefliegerei. Hierfür ist das Buch uneingeschränkt empfehlenswert. Davon abgesehen ist es leider schon ein paar Jährchen alt und damit nicht mehr auf dem neuesten Stand. Außerdem ist mir Clancy etwas zu patriotisch. Alle sind wunderbar und Klasse und überhaupt… Also, nur was für Fans.